Dubioses Pärchen versucht zwei Pakistani einzuschleusen

Illegale Einreise endet im Gefängnis

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In Haft sitzen seit Mittwochnacht zwei Pakistani - der eine wegen des Verdachts der Schleusung, der andere wegen des Verdachts der illegalen Einreise.

Füssen — Für zwei Pakistani endete der Versuch der illegalen Einreise nach Deutschland in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hinter Gittern. Die Kemptener Bundespolizei stoppte die Fahrt der Schleuser nach eigenen Angaben am Grenztunnel Füssen. 

Die mutmaßlichen Schleuser, ein Pakistaner und eine Slowakin, hatten versucht zwei junge Pakistani unerlaubt nach Deutschland zu bringen. Die Bundespolizisten lieferten einen der Geschleusten sowie den mutmaßlichen Schleuser bereits in Gefängnisse ein. 

In der Kontrollstelle an der A7 kontrollierten die Bundespolizisten ein Fahrzeug mit deutscher Zulassung. Der 38-jährige Fahrer und seine 43-jährige Beifahrerin waren in Begleitung zweier junger Männer aus Pakistan. Die beiden Mitfahrer konnten für ihren Grenzübertritt nicht die erforderlichen Dokumente vorweisen.

Die Bundespolizisten fanden bei der anschließenden Durchsuchung neben Barmitteln in Höhe von mehreren hundert Euro auch abgelaufene oder zum Teil zerrissene italienische Dokumente. Die beiden unerlaubt Eingereisten befanden sich demnach bereits in Asylverfahren in Deutschland sowie in Italien.

In der Vernehmung machten die vier unterschiedlichste und widersprüchliche Angaben zu den Hintergründen der Fahrt. Diese, sowie die Frage, ob zwischen dem mutmaßlichen Schleuserpärchen überhaupt eine rechtskräftige Ehe besteht, werden nun die Ermittler der Bundespolizei klären.

Der mutmaßliche Schleuser ist lediglich in Deutschland geduldeter Ausländer. Sein Grenzübertritt wäre somit nur straffrei, wenn zwischen ihm und der Slowakin als EU-Bürgerin eine nachweislich, rechtskräftige Ehe besteht.

Noch am gleichen Tag entschied der Haftrichter bei dem 30-jährigen Geschleusten auf Zurückweisungshaft. Der Schleuser kam in Untersuchungshaft. Zudem beschlagnahmten die Bundespolizisten nach richterlicher Anordnung das Tatfahrzeug sowie 500 Euro des vermutlichen Schleuserlohns.

Den 27-jährigen Geschleusten führten die Beamten der für ihn zuständigen Ausländerbehörde zu. Die Beifahrerin entließen die Beamten auf freien Fuß.

kb

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