Bunte Farbtupfer am blauen Himmel

Kuwait sagt Danke: Mit seinem Ballon honoriert Captain Abdulaziz Nasser von den Vereinigten Arabischen Emiraten die Unterstützung im ersten Irakkrieg. Foto: prs

Viele Blicke sind in den vergangenen zwei Wochen immer wieder in den Himmel gegangen. Dort zeigten sich in der Mittagszeit viele Heißluftballons, die vom Startplatz des 17. Internationalen Ballonfestivals in Tannheim langsam über die Berge ins Allgäu oder ins bayerische Oberland fuhren.

Recht spektakulär war dabei auch die Startmanöver, wenn bis zu 25 Ballons sich aufrichteten und fast lautlos nach und nach in den Himmel schwebten. Nur die Gasbrenner und der Sprechfunk im Korb unterbrachen gelegentlich die Stille. Rudi Höfer, der Organisator des Festivals, hatte quasi alle seine Freunde aus unterschiedlichen Ländern um sich versammelt, „denn ich kenne alle diese Pilotenteams von anderen Ballonfestivals und habe sie eingeladen hierher nach Tannheim“, erklärte der „Pilot der Lüfte“. Unter den 46 Pilotenteams sind auch Philippe Boeglin aus Frankreich, Thedi Bolli aus der Schweiz, Alison Hougham aus England oder Bill MacKinnon aus Irland der Einladung gefolgt. Für Captain Abdulaziz Nasser von den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) war es der fünfte Aufenthalt in Tannheim. Der Präsident der Vereinigung der Ballonfahrer in den UAE zeigte sich auch diesmal wieder begeistert von der herrlichen Landschaft und der hervorragenden Organisation. Rudi Höfer hat den Vierzig-jährigen vor sechs Jahren in Dubai kennen gelernt und es entstand eine herzliche Freundschaft. Der pastellfarbene Ballon des Piloten stand ganz im Zeichen des Dankes an alle, die Kuwait im ersten Irakkrieg unterstützt haben. Zum ersten Mal startete das russische Weltmeisterteam mit Pilot Nikolay Galkin in Tannheim. Ganz besonders beeindruckten sie mit ihrem „Sputnikballon“ die Zuschauer. Zum 50. Jahrestag des ersten bemannten Raumfluges von Juri Gagarin entwickelte die „Russische Werkstatt der Rekorde“ einen 47 Meter hohen Ballon in Form der legendären Raumkapsel. Auch wenn das Wetter an manchen Tagen einen Strich durch die Rechnung der Ballonfahrer machte, waren bei gutem Nordwind auch Alpenüberquerungen möglich. „Dieses besondere Erlebnis macht sicher auch den Reiz des Veranstaltungsortes aus“ ist sich Höfer sicher, dem selbst schon mehrere spektakuläre Fahrten, beispielsweise über die Chinesische Mauer, gelungen sind.

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