Fast 50 Gruppen nehmen am Schwangauer Faschingsumzug teil

Marionetten und Grillparty

Schwangau – Fast 50 Wagen, Musikkapellen und Fußgruppen haben auch heuer wieder Schwangau in eine Hochburg der Narren verwandelt. Beim traditionellen Faschingsumzug am Sonntag nahmen wieder Gruppen aus dem südlichen Ostallgäu und dem Außerfern teil. 

Die Themen reichten vom Füssener Marionettentheater bis zur griechischen Grillparty. 

Er glaubt, alle Fäden in der Hand zu haben in Füssen, denn er ist der Bürgermeister. Doch der wahre Puppenspieler in Füssen ist ein anderer, nämlich ein Bauunternehmer. Natürlich hängt Paul Iacob nicht an den Fäden von Hubert Schmid, aber ein bisschen sinnieren über die Zustände wird man doch wohl dürfen: Erst hat er das Füssener Hallenbad plattgemacht, nun will er den Füssener Bahnhof in die blaue Tonne treten. 

Alle Jahre wieder kommt der Fasching. Und alle Jahre wieder liefert er Geschichten, unfreiwillig zumeist, bei denen der geneigte Zuschauer sich kaum noch halten kann vor Lachen. Damit aber auch wirklich jeder mitbekommt, worum‘s geht, hat man den Schwangauer Fasching. Was im Dorf so passiert und drumherum, das kommt beim Gunglhos auf’s Tablett. Und richtig farbenfroh dann nochmals beim Faschingsumzug am Sonntagnachmittag. 

Rockabilly als Motto 

Da gab‘s zum Beispiel den Nachbarschaftsstreit zwischen einem Fleischverarbeiter und einen Zahnfleischbearbeiter zu sehen und die kostenlose Reitstunden für einen, der eigentlich mehr am Braukessel steht und nun, qua Amt, auf den Rücken eines Pferdes muss. Natürlich durfte das Schwangauer Prinzenpaar mit Prinzessin Ima I und Markus IV nicht fehlen, die dem diesjährigen Fasching das Motto „Rockabilly“ gegeben hatten. 

Und zumindest ein paar sorgten mit ihren Kostümen und Ideen dafür, dass dieses Motto auch im Zug zu sehen war, wie die hübschen Rollergirls, die mit ihre Roller-Vespas den Zug farbenfroher machten. Auch wenn diesmal die Standartenreiter fehlten, sorgte ein Thema dafür, dass doch noch ein Vierbeiner den Zug verstärkte. Denn was passt zu Griechenland besser als ein Eselchen. Dass dieses Party ohne Kohle stattfinden muss – wen ärgert’s? Am Faschingssonntag jedenfalls konnte kaum etwas die Stimmung in Schwangau trüben. Darauf ein kräftiges: „Schwoaga Ah-soo!“

gau

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