Nesselwanger "Haus der Vereine" wird feierlich eröffnet –

"Ein lebendiger Treffpunkt"

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Mit einem bunten Programm der Dorf-Vereine ist am Sonntag das neue Nesselwanger "Haus der Vereine" eröffnet worden.
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Mit einem bunten Programm der Dorf-Vereine ist am Sonntag das neue Nesselwanger "Haus der Vereine" eröffnet worden.
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Mit einem bunten Programm der Dorf-Vereine ist am Sonntag das neue Nesselwanger "Haus der Vereine" eröffnet worden.

Nesselwang – Nach neun Monaten umfassender Sanierung und Erweiterung wurde am Sonntag das „Haus der Vereine“ eröffnet. 

Nesselwang – Nach neun Monaten umfassender Sanierung und Erweiterung wurde am Sonntag das „Haus der Vereine“ eröffnet. Bürgermeister Franz Erhart war sichtlich stolz auf das neue Domizil für die Vereine. „Ich möchte das Projekt Vereinehaus vorstellen, eröffnen und übergeben“, so Erhart bei den Feierlichkeiten. 

Erhart ließ die Geschichte des Hauses, das 1976 in einem ersten Bauabschnitt als Feuerwehrhaus erbaut wurde, Revue passieren. Der zweite vorgesehene Bauabschnitt mit einer Hausmeister-Wohnung und weiteren Räumen wurde nie umgesetzt.

Im Erdgeschoss befindet sich auf der Westseite die Garage der Feuerwehr, auf der Ostseite die Garagen für die Fahrzeuge des Bauhofs sowie das Depot und die Garage der Bergwacht. Bis 2004 war hier die Freibank des Marktes untergebracht. Im Obergeschoss waren der Schulungsraum der Feuerwehr, sowie zwei weitere Mehrzweckräume für die Nesselwanger Vereine und der große Dachboden. Hier befindet sich nach dem Abschluss des Umbaus nun der große Probenraum der Harmoniemusik. 

In mehr als 1100 Arbeitsstunden und viel Eigenleistung und -mittel hat sich der Verein den 136 Quadratmeter großen Raum für ihre Zwecke um- und ausgebaut. Mit Akustikelementen an den Decken und Akustikwänden wurde so ein angenehmes Umfeld für die Proben geschaffen. Die beiden anderen Räumen nutzen der Männerchor und der Trachtenverein „Alpspitzler“ für ihre Proben, sie stehen aber auch den anderen Vereinen zur Verfügung. 

Erhart dankte allen am Bau beteiligten sowie den Vereinen für ihre Geduld. Sein besonderer Dank galt dem Architekturbüro Lipp aus Nesselwang mit Magnus Lipp und Florian Geyer-Lesti sowie den Firmen aus dem Ort und der Umgebung, die den Bau umgesetzt hatten. „Der alte Treppenaufgang war steil und gefährlich und alles war zu eng geworden“, beschrieb Erhart die Gründe für die Sanierung und Erweiterung. 

2015 war das ganze Projekt mit einem Architekten-Wettbewerb gestartet worden. „Demokratie ist auch Streit, Streit um die Lösung. Wir sind stolz auf die Lösung der Probleme, die wir hier hatten.“ Für sämtliche Probleme, die während des Umbaus aufgetaucht waren, wurde ein Konsens gefunden. Auch wenn das nicht immer leicht und ohne Reibereien und Diskussionen gegangen sei. „Das Haus wird ein neuer und lebendiger Treffpunkt für Nesselwanger, die im Verein tätig sind“, freute sich der Rathauschef.

Barrierefreier Zugang

Die Hauptlast der Architekten lag bei einem barrierefreien Zugang zum Obergeschoss, in der Brandschutzertüchtigung, der energetischen Sanierung und der optischen Aufwertung des mehr als 40 Jahre alten Gebäudes. „Es war der ganz normale Baustellen-Wahnsinn.“ Sein Fazit zum gelungenen Umbau ist eine Allgäuer Weisheit „It g'schmipft isch globet gnue“. 

Er übergab dem Vorstand der Bergwacht, Willi Hailer, dem Zweiten Kommandanten der Feuerwehr, Tobias Herz, dem Vorstand des Trachtenvereins, Alfred Unsinn, dem Vorstand der Harmoniemusik, Florian Greis, und dem Schriftführer des Männerchors, Reinhard Buchner, symbolisch die Schlüssel für das neue Domizil und wünschte ihnen harmonische Stunden in den neuen Räumen.

"Eine Ehre"

„Der Bürgermeister ist zu mir gekommen und hat gefragt ob ich Zeit hätte für ein paar Umbaumaßnahmen. Schule, Kindergarten und Feuerwehrhaus“, erinnerte sich Architekt Magnus Lipp. 

Wie viel Zeit der Umbau im Endeffekt in Anspruch nahm, hatte sich zu Beginn der Maßnahmen nicht abschätzen lassen. „Aber es ist eine Ehre vom Heimatort so einen Auftrag zu erhalten“, so Lipp. Harmoniemusik-Vorstand Florian Greis bedankte sich im Namen aller Vereine für den Umbau. „Nach 40 Jahren war es Zeit, das sich etwas tut“, sagte Greis. Er dankte im Besonderen dem Team der Harmoniemusik um Martin Hägele, Andreas Renz, Christian Huber, „der für die Zeit sogar seinen eigenen Hausumbau zurückgestellt hat“, und Andreas Kümmerle sowie der Mannschaft von Elektro Friederich. 

Der katholische Pfarrer Bernd Leumann und sein evangelischer Amtskollege Jörn Foth baten um den Segen für das Haus und alle diejenigen, die zum Wohle der Gemeinschaft tätig sind. „Viele Vereine in einem Haus – da gibt es kein schlechter oder besser, kein wichtiger oder unwichtiger“, sagte der evangelische Geistliche.

Er wünschte den Helfern der Blaulichtorganisationen eine gute und glückliche Heimkehr von ihren Einsätzen. „Aber auch die Harmoniemusik, die Trachtler und der Männerchor leisten ihren Dienste. Für die Geselligkeit im Ort und untereinander“, so Foth. „Die Vereine geben Menschen einen Ort, wo sie Gemeinsamkeit erleben, was auch heilsam sein kann“. 

Blick hinter Kulissen

Die Eröffnung wurde von den Alphornbläsern und der Harmoniemusik unter der Leitung von Dirigent Helmut Wittmann musikalisch umrahmt. Am Nachmittag unterhielten der Männerchor mit dem neuen Dirigenten Toni Steiner, der Nachwuchs des Trachtenvereins, die Jodlergruppe sowie die Plattlergruppe die zahlreichen Besucher. Die „Singföhla“ des Trachtenvereins unter der Leitung von Lydia Haslach waren ebenfalls mit dabei.

Im Außenbereich konnten die Fahrzeuge des gemeindlichen Bauhofs, das neue Einsatzfahrzeug der Bergwacht sowie das neue Löschfahrzeug der Feuerwehr besichtigt werden. Vor allem bei den Kindern war das LF 20 beliebt. Die Kleinen konnte aber auch bei Geschicklichkeitsspielen ihr Können unter Beweis stellen. 

Die vielen interessierten Besucher hatten die Gelegenheit in aller Ruhe die neuen Räume zu besichtigen und sich von dem gelungenen Umbau zu überzeugen. Vertreter der Vereine stellten sich außerdem in den Räumen den zahlreichen Fragen der Besucher zu den Vereinen und deren Angebot.

Herbert Hoellisch

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