Chance endgültig vertan?

So langsam wird die Luft dünn im Abstiegskampf für den EVP. Am vergangenen Wochenende waren die Falcons bei den beiden Spielen gegen die Indians des ECDC Memmingen fast schon zum Siegen verpflichtet, um den vorzeitigen Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. Aber es klappte nicht mit dem Gewinnen.

Nach diesem Wochenende können die Falcons den Klassenerhalt wohl vergessen. Das Freitagsspiel verloren die Mannen um Kapitän Cody Purves zunächst glatt mit 0:4. Sage und schreibe drei Tore erzielten die Maustädter in Überzahl, was nicht gerade für das Pfrontener Unterzahlspiel spricht. Einzig und allein das Verhalten der Mannschaft gegenüber dem unfairen Memminger Publikum ist lobenswert. Sie ließen sich nicht auf die Provokationen ein, was man von einigen Memminger Spielern nicht behaupten kann. Die reagierten auf Rufe der knapp 20 mitgereisten Falconsanhänger mit „Stinkefingern“ und anderen obszönen Gesten. Erster Treffer für Falcons Das Sonntagsspiel begann auch gleich flott und Pfronten wollte seiner Rolle als Favoritenschreck wieder gerecht werden. Jedoch dauerte es bis zur 16. Minute, bis das erste Tor fiel. Und es waren die Hausherren, die jubelten. Benjamin Gottwalz nutzte einen Fehler im Aufbau der Memminger aus, ergatterte die Scheibe und schickte Cody Purves, der den Goalie der Indians umfuhr und zum viel umjubelten 1:0 einnetzte. Im Mitteldrittel das gleiche Bild. Pfronten kämpfte um jeden Zentimeter Boden, und machte den Unterallgäuern das Leben schwer. Die Folge war das verdiente 2:0 für den EVP, erzielt durch Benjamin Gottwalz (Purves). Ab diesem Zeitpunkt haderten die Falcons mit den Schiedsrichtern. Von der 27. bis zur 36. Minute spielten die Falcons nahezu durchgehend mit einem Mann weniger auf dem Eis. Teilweise wurden Spieler des EVP mit lächerlichen Begründungen vom Eis geschickt. Das hinterließ Spuren bei den Falcons. Martin Löhle erzielte den 1:2 Anschlusstreffer. Die Falcons bekamen im letzten Drittel sage und schreibe acht plus zwei Mal zehn Strafminuten aufgebrummt, während der ECDC Memmingen, der zu diesem Zeitpunkt hinten lag, nur vier Strafminuten erhielt, was zu lautstarken Unmutsäußerungen einiger Zuschauer nach dem Spiel führte. In der 54. Minute, zwei der eh schon raren Verteidiger des EVP saßen in der Kühlbox, nutzte der Routinier Sven Friedl einen Fehler der Memminger Hintermannschaft eiskalt aus, verlud Wagner im Memminger Kasten und erzielte das 3:1. Harte Strafen Wer dachte, das Spiel wäre gelaufen, der hatte die Rechnung ohne die Schiris gemacht. In der 55. Minute wurde mit dem ehemaligen DEL-Spieler Marco Rentzsch der zweite Verteidiger mit einer zehn-Minuten-Disziplinarstrafe vom Eis geschickt. Mit Thomas Steiner, der Grippe geschwächt im letzten Drittel aufhören musste, fehlten dem EVP in den letzten fünf Minuten drei Verteidiger. Nur zwei Minuten hielten die Falcons dem Druck stand, ehe Ullmann auf 3:2 verkürzte. Memmingen und deren Fans witterten Morgenluft und wiederum nur zwei Minuten später fiel der Ausgleich durch Nagle. So musste das Penaltyschiessen über Sieg und Niederlage entscheiden. Außer Memmingens James Nagle erzielte keiner der sechs Akteure einen Treffer und die Indians gingen als glückliche Gewinner vom Eis. Am kommenden Wochenende finden die letzten beiden Spiele der Gruppenphase statt. Dort treffen die Falcons am Freitag in Buchloe auf die Pirates des ESV, ehe am Sonntag um 17.30 Uhr der TSV Peißenberg zu Gast im Pfrontener Rund ist. Zum Auswärtsspiel in Buchloe setzt der Fanclub des EV Pfronten, die Leprechauns, einen Fanbus ein. Interessierte sollen sich bitte unter 0160/8385031 melden.

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