Feierliche Amtseinführung

Eine erfahrene Seelsorgerin für Lechbruck

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Claudia Henrich-Eck ist neue evangelische Pfarrerin in der Pfarreiengemeinschaft Lechbruck-Rieden-Roßhaupten.

Lechbruck – Die Zeit der Vakanz ist vorbei: Die Pfarreiengemeinschaft Lechbruck-Rieden-Roßhaupten hat wieder eine Pfarrerin. Am vorvergangenen Sonntag hat Regionalbischof Axel Piper in einem festlichen Gottesdienst Claudia Henrich-Eck zum geistlichen Amt ordiniert.

Die Ordination fand, wegen der Corona-Hygienevorschriften in der Kirche Mariä Heimsuchung statt. Dafür bedankte sich Henrich-Eck mit warmen Worten bei Hausherr, Pfarrer Hans-Ulrich Schneider. „Wir brauchen keine Wichtigtuer, aber ich kann wichtig sein!“ mit diesen Worten begrüßte Claudia Henrich-Eck die gut gefüllte Lechbrucker Kirche. 

Bischof Piper brachte seine Freude über die Amtseinführung von Henrich-Eck zum Ausdruck. „Sie hat einen interessanten Lebenslauf und viel Lebenserfahrung, das kann man in keinem Theologiestudium lernen. Und sie hat heute Geburtstag!“, fügte Piper hinzu und gratulierte der neuen Pfarrerin. 

Nach der Ausbildung zur Religionspädagogin in Freiburg war die fünffache Mutter Henrich-Eck in Miltenberg am Main, Kempten und Rothenburg ob der Tauber nicht nur als Pädagogin tätig. Ehrenamtlich widmete sie sich der Hospizarbeit und der Seelsorge in der JVA in Freiburg. 

Zur Vorbereitung auf die Tätigkeit als Geistliche absolvierte die gebürtige Hamburgerin ein Aufbaustudium in Theologie und ein zweijähriges Vikariat in Leutershausen, Mittelfranken. „Eine freundliche und erfahrene Seelsorgerin bekommen die Menschen in der Region mit Claudia Henrich-Eck“, sagte Piper. 

Begrüßung in Gedichtform

Der Lechbrucker Bürgermeister Werner Moll (FW) begrüßte die neue Pfarrerin mit seinen Kollegen aus den Nachbargemeinden Rieden und Roßhaupten. „Ich kann mitfühlen, wie es ist, neu im Amt zu sein. Aber ich kann Ihnen auch versichern, Sie bekommen mit den Lechbruckern eine rührige Gemeinde und eine lebendige Kirchengemeinschaft,“ hieß Moll die Pfarrerin willkommen und übergab ihr als Geschenk einen Apfelbaum. „In einer Kirchengemeinschaft und auch in einer Gemeinde ist es wie mit einem Baum: die Äste wachsen in die unterschiedlichsten Richtungen, aber wir sind die Wurzeln und wir halten alles zusammen,“ erläuterte das Gemeindeoberhaupt. 

Pfarrer Hans-Ulrich Schneider, katholischer Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Lechbruck-Rieden-Roßhaupten wünschte Henrich-Eck „viel Kraft und Gottes reichsten Segen. Verkünde das Wort Gottes und trete dafür ein.“ Er sei fest davon überzeugt, dass mit Gottes Hilfe, irgendwann Katholiken und Evangelisten immer zusammen die Messe feiern werden. 

Die Vertrauensfrau des Kirchenvorstandes, Gretel Theil, die in den vergangenen Wochen einer der wichtigsten Personen für Henrich-Eck war, hieß die Seelsorgerin in Gedichtform willkommen. Darin ging es auch um das Corona-Virus. Aufgrund dessen hatte der Regionalbischof beschlossen, die Ordination in Augsburg abzuhalten. Aber da hatte er die Rechnung ohne Lechbruck gemacht. „So eine Amtseinführung ist im Dorf nichts Alltägliches, eher etwas Außergewöhnliches,“ so Theil. „Der Brief mit den Einwänden war schnell formuliert und das Büro des Bischofs hat auch prompt reagiert.“ Und so einigte man sich darauf, auf die große Schwester, die Kirche Mariä Heimsuchung zurückzugreifen. 

Das Bläserquartett um Heike Christa und Georg Müller begleitete den Gottesdienst musikalisch. Mit einem portugiesischen Tango, interpretiert von Sirka Schwartz-Uppendiek und Michael Herrschel, und das Lied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ wurde das Verlesen der Einführungsurkunde umrahmt.

sz

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