Frühjahrskonzert des Colloquium Chors

Eine Musikreise um die Welt

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Gelungener Auftritt: Petra Jaumann-Bader dirigiert den Colloquim-Chor souverän zu einem beeindruckenden Konzert, das Walter Dolak am Klavier virtuos begleitete.

Füssen – Der Colloquium-Chor Füssen hat zu Recht seine Fans. Das konnte kürzlich wieder beobachtet werden, als die gut 100 Besucher die 30 Sängerinnen und Sänger beim Frühjahrskonzert nach knapp zwei Stunden immer noch nicht von der Bühne gehen lassen wollten.

Für das Programm „Romantische Serenade“ erhielt der Chor anschließend einen genauso starken Schlussapplaus wie Walter Dolak, der das unterhaltsame Abendständchen zuvor virtuos am Klavier begleitet hatte. Von den gekonnten melodischen Darbietungen der in Schwarz mit einem roten Schal beziehungsweise einem roten Schlips gekleideten Frauen und Männer zeigte sich das Publikum allerdings schon vorher sehr angetan. 

Nach dem Eröffnungsstück „4 Ländler“ von Franz Schubert war das Publikum gebeten worden, zwischen den nachfolgenden vier Liedern des englischen Komponisten Edward Elgar nicht zu applaudieren. Daher rauschte nach den daran anschließenden Stücken immer wieder lauter Beifall durch den gediegenen Saal. Und während der Colloquium-Chor dabei sein recht breites gesangliches Repertoire präsentierte, glich die Serenade einer Art kleiner Reise durch verschiedene Länder und Musikepochen. So setzten die Sänger den Abend mit „...hab oft im Kreise der Lieben“ von Friedrich Silcher sowie „Zu Regensburg auf der Kirchturmspitz´“ fort, wobei man ihnen ihre Lust am Singen nicht nur anzuhören, sondern auch anzusehen war. 

Nach zwei weiteren Liedern in deutscher Sprache ließen Dirigentin Petra Jaumann-Bader und Dolak mit einem temperamentvollen Duett am Klavier Johannes Brahms „Ungarischen Tanz Nr. 5“ erklingen, bevor die beiden auch nach der Pause mit Gioacchino Rossinis Ouvertüre zu „Der Barbier von Sevilla“ den zweiten Teil des Konzerts eröffneten. In diesem huldigte der Colloquium-Chor dann zunächst slawischen Liedern, wie etwa Antonin Dvoráks „Slawischer Tanz Nr. 8“, deren Schwung und Tempo die Sänger ausdrucksstark darstellten, während Dolak dem Ganzen auch mit seinem Tastenspiel die angemessene Würze gab. 

Im Anschluss daran erwies der Chor dem deutschen Komponisten Wolfram Buchenberg mit dessen „The Cuckoo“ und „La Laine des Moutons“ dann genauso seine Reverenz, wie noch einmal zwei Liedern mit deutschem Text. Ruhig, aber dennoch stimmungsvoll bat der Colloquium-Chor laut seinem ersten Vorsitzenden Michael Brunsbach schließlich mit „The Lord bless you and keep you“ von John Rutter „um den Segen für die nächste Woche“. Viel Beifall folgte und, wie erwähnt, zwei Zugaben.

Alexander Berndt

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