Hoffen auf den Sommer

Corona im Ostallgäu: Deutlich weniger Gäste in Schwangau als üblich

Schlossbrauhaus Schwangau Baustelle
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In der kommenden Sommersaison wird die Tourismusinformation Schwangau, der Termin ist noch offen, in das momentan im Bau befindliche neue Gebäude umziehen.

Schwangau – 32 Prozent weniger Gästeankünfte, ein Minus von 19 Prozent bei den Übernachtungen – die Corona-Krise hat im vergangenen Jahr auch die Schwangauer Tourismus-Wirtschaft hart getroffen. Nun hoffe auf alle Beteiligten auf eine bessere Entwicklung in diesem Jahr, wie vergangene Woche in der ersten Sitzung des Tourismusbeirats und des Tourismus- und Umweltausschusses in diesem Jahr deutlich wurde. Dieser fand im „Schlossbrauhaus” statt.

Der Tourismusbeirat wurde im vergangenen Jahr als neues, beratendes Fachgremium gegründet (der Kreisbote berichtete). Vorsitzender ist der Hotelier Florian Lingenfelder („König Ludwig Resort”). Ebenso dazu gehört Wirt Andreas Helmer, der Leiter des Wittelsbacher Ausgleichsfonds, Albert Aulinger, Hotelier- und Gastronom Richard Müller sowie Ferienwohnungs-Anbieterin und zweite Vorsitzende des Kur- und Verkehrsvereins, Claudia Herkommer. „Ein Austausch mit den Experten aus den jeweiligen Fachgebieten ist uns ein wichtiges Anliegen,“ sagte Bürgermeister Stefan Rinke (CSU) zur Begrüßung.

Tourismusdirektorin Sylvia Einsle blickte auf die Gesamtentwicklung des Tourismus im vergangenen Jahr zurück. Die Rückgänge für das erste Corona-Jahr 2020 zeigen demnach ein Minus von 32 Prozent bei den Gästeankünften und 19 Prozent in Bezug auf die Übernachtungen. Die Durchschnittsaufenthalte stiegen dagegen von 3,5 auf 4,1 Nächte im Durchschnitt. Der Anteil an ausländischen Gästen lag bei den Übernachtungen in 2020 nur noch bei sieben Prozent. Im Vergleich dazu waren es im Jahr zuvor 18 Prozent. Bürgermeister Rinke stellt heraus: „Wir brauchen nun viel Zuversicht und Mut, was die Wiedereröffnungsszenarien betrifft und hoffen auf einen erneut starken Sommer und Herbst sowie einen touristisch wieder stattfindenden Winter!“ Die Betriebe seien gut vorbereitet. Dazu gehörten Investitionen in Form von Renovierungsarbeiten oder der Pflege der Online-Auftritte der Betriebe.

Hoffen auf heuer

Auch in der Tourist Information laufen die Vorbereitungen für die neue Saison auf Hochtouren und sind von den Erfordernissen dieser speziellen Zeit geprägt: So wurde eine Online-Reservierungs-Möglichkeit für alle von der Tourist Information Schwangau angebotenen Veranstaltungen geschaffen (www.schwangau.de/erlebnisse). Die momentan immer zwingend notwendige Anmeldung zu den vielfältigen, teils kostenlosen Erlebnissen, kann unkompliziert online erfolgen. Auch können so Gäste, Gastgeber oder Einheimische sehen, ob noch Plätze frei sind. Denn es müsse wieder damit gerechnet werden, dass auch weiterhin Gruppengrößen von zehn Personen nicht überschritten werden dürfen. Somit sei die Verfügbarkeit immer ein großes Thema, gab Tourismuschefin Einsle zu bedenken.

Das Gleiche gilt für die Buchung von Tischen in der lokalen Gastronomie: Oft sei der gewünschte Tisch für das Abendessen im Dorf der Königsschlösser in 2020 Mangelware gewesen. Um einen besseren Service für den Gast zu bieten und eine bessere Alternativensuche zu ermöglichen, können nun auch Tische online gebucht werden (www.schwangau.de/tisch). „Gerade für Vermieter von Ferienwohnungen sollte es ein wichtiges Anliegen sein, dass die Möglichkeit der Tischreservierungen genutzt werden. Am Ende des Tages bedeutet dieser zusätzliche Service einen angenehmeren und qualitativ hochwertigeren Urlaub für den Gast“, so der Vorsitzende des Schwangauer Tourismusbeirats, Florian Lingenfelder.

Abschließend wurden weitere kostenlose Serviceleistungen für die Schwangauer Betriebe erläutert und die Pläne für den Umzug der Tourist Information in den neuen Anbau des „Schlossbrauhaus” Schwangau besprochen.

ed

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