Die 85-Jährige Anna Langer wird als erste Freiwillige im Landkreis geimpft

Corona-Impfungen im Ostallgäu beginnen

Anna Langer (2.v.r.) aus dem Clemens-Kessler-Haus in Marktoberdorf ist die erste Person im Ostallgäu, die gegen das Corona-Virus geimpft wird wurde vom Mobilen Impfteam des BRK in der Einrichtung geimpft. Den Impfstoff verabreicht das Mobile Impfsteam des BRK, Alexander Denzel (v.l.), Blanca Menzinger und Klaus Rieder.
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Anna Langer (2.v.r.) aus dem Clemens-Kessler-Haus in Marktoberdorf ist die erste Person im Ostallgäu, die gegen das Corona-Virus geimpft wird wurde vom Mobilen Impfteam des BRK in der Einrichtung geimpft. Den Impfstoff verabreicht das Mobile Impfsteam des BRK, Alexander Denzel (v.l.), Blanca Menzinger und Klaus Rieder.

Landkreis – Am Wochenende sind die ersten 100 Dosen des Corona-Impfstoffes beim Impfzentrum des Landkreises in Marktoberdorf eingetroffen. Am Sonntag fanden bereits die ersten Impfungen statt. Im Clemens-Kessler-Seniorenheim ließ sich Anna Langer als erste Freiwillige im Landkreis gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 von Klaus Rieder impfen. Ein Mobiles Impfteam des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) kümmerte sich um die 85-Jährige, die im Clemens-Kessler-Hauses in Marktoberdorf wohnt. Das gibt jetzt das Landratsamt bekannt.

Für Anna Langer war klar, dass sie sich impfen lässt. „Die Impfung ist der erste Schritt zurück in die Normalität, um wieder mehr soziale Kontakte zu bekommen“, freut sich die Seniorin.

Auch der Leiter des Clemens-Kessler-Hauses, Andreas Hüller, ist froh, dass die Impfungen nun begonnen haben. „Ich freue mich sehr, dass unsere Einrichtung eine der ersten ist, in der Impfungen durchgeführt werden. Es ist der Grundstein, damit sich die sozialen Kontakte für unsere Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Angehörigen normalisieren können. Durch den Impfschutz ist gewährleistet, dass die größtmögliche Sicherheit gewährleistet ist.“

Die beiden Mediziner Dr. Erika Rössler und Dr. Michael Wanner waren im Mobilen Impfteam mit dabei. Für Dr. Rössler ist es wichtig, dass die Impfung regelkonform ablaufen kann und „sich der Großteil der Bewohner einen guten Schutz durch die Impfung verspricht und der Impfung positiv gegenübersteht.“

Die Impfung ist ein Meilenstein der modernen Medizin.

Dr. Michael Wanner, Arzt

Einen emotionalen Moment sieht Dr. Michael Wanner in dieser Premiere. „Die Impfung ist ein Meilenstein der modernen Medizin“, ist sich der Mediziner sicher.

Auch Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) sieht den heutigen Tag als einen möglichen Wendepunkt im Kampf gegen Corona. „Wir haben den Impfstoff und viele Impfwillige. Mich freut es besonders, dass sich gerade in den Einrichtungen für Senioren und Pflegebedürftige viele impfen lassen. Die besonders schutzbedürftigen Gruppen gehen mit guten Beispiel voran. Wenn wir alle nachziehen, ist unser Alltag bald wieder ohne Einschränkungen möglich und wir können die Pandemie besiegen“, appelliert Zinnecker auch an die Bürger im Ostallgäu. An der Impfstoffmenge werde es nicht scheitern, „wir erhalten regelmäßig Nachschub“, erläutert Zinnecker abschließend.

Landrätin nimmt erste 100 Dosen des Impfstoffs in Empfang

Am Tag zuvor hatte die Landrätin die ersten 100 Dosen des Corona-Impfstoffes in Empfang genommen. Regierungspräsident Dr. Erwin Lohner lieferte den Impfstoff gemeinsam mit einem Transporter des THW beim Impfzentrum des Landkreises Ostallgäu in Marktoberdorf an und verschaffte sich einen Eindruck von der Einrichtung. „Mit der Anlieferung des Impfstoffes können wir nun endgültig starten“, sagte Zinnecker. Man habe diesen Augenblick lange herbeigesehnt, nun sei er endlich gekommen. „Die Lieferung des wertvollen Impfstoffes ist mein schönstes Weihnachtsgeschenk in diesem Jahr. Bedeutet er doch die Chance, dass wir schrittweise wieder in die Normalität zurückkehren können.“

„Die schwäbischen Kreisverwaltungsbehörden haben mit dem kurzfristigen Aufbau der Impfzentren Großartiges geleistet. Das macht mich zuversichtlich, dass auch die Impfmaßnahmen erfolgreich verlaufen und ihren wichtigen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten werden“, sagte Lohner.

Das Impfzentrum in Marktoberdorf sowie das Impfzentrum in der Stadt Kaufbeuren werden vom Kreisverband Ostallgäu des Bayerischen Roten Kreuzes betrieben. Nach dem Impfplan ist das BRK in der kommenden Zeit in den Einrichtungen unterwegs.

Senioren werden benachrichtigt

Zunächst werden ausschließlich Personen mit der höchsten Priorität geimpft, die besonders schutzbedürftig sind. Dabei handelt es sich um Menschen, die in einem Senioren- und Pflegeheim wohnen oder arbeiten, Personen, die in medizinischen Einrichtungen mit einem hohen Expositionsrisiko tätig sind – insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen oder in Rettungsdiensten –, Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen betreuen und Personen ab 80 Jahren. Diese werden persönlich über die Möglichkeit zur Impfung informiert.

Eine Terminvereinbarung in den Impfzentren in Marktoberdorf und Kaufbeuren ist aktuell noch nicht möglich. Der Zeitpunkt, ab dem das möglich sein wird, gibt das Landratsamt rechtzeitig bekannt.

kb

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