»Dankbar für diese Hilfe«

Corona-Krise: Füssener Soldaten helfen in Allgäuer Krankenhäusern

Soldaten im Corona-Einsatz in Memmingen
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Bundeswehrsoldaten aus der Allgäu Kaserne in Füssen kontrollieren am Haupteingang des Klinikums Memmingen den Einlass.

Landkreis/Füssen – Um die Corona-Pandemie in den Krankenhäusern bewältigen zu können, bekommen die Kliniken in Füssen, Kaufbeuren, Buchloe und Memmingen Unterstützung durch die Bundeswehr. Die dramatische Lage in den Häusern der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren hat die Vorstandschaft dazu veranlasst, diese Hilfe anzufordern, so das Kommunalunternehmen.

Seit vergangenen Dienstag greifen Soldaten des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 aus Füssen den Pflegekräften der Klinik Füssen unter die Arme. An der Klinik St. Josef Buchloe sind seitdem Streitkräfte des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, Abteilung Süd, aus Kaufbeuren im Einsatz. In beiden Kliniken wechseln sich jeweils zehn Soldaten ab, sodass täglich an sieben Tagen der Woche fünf von Ihnen im Einsatz sind.

Sie kümmern sich vor allem um patientenferne Dienstleistungen. Nachdem alle Soldaten in den Hygiene- und Datenschutz eingewiesen worden sind, verteilen sie nun Getränke und transportieren Essenswägen, Verbrauchsartikel oder Betten. Außerdem überbringen sie persönliche Gegenstände, die Angehörige von Patienten am Empfang abgegeben haben.

„Es gibt außerhalb der direkten Patientenbetreuung auf den Stationen sehr viel zu tun. Die Pflegekräfte stehen unter Volllast und wir sind froh, sie in diesen Bereichen etwas entlasten zu können“, erklärte Florian Hegenauer, Oberstabsgefreiter im Füssener Gebirgsaufklärungsbataillon 230. Bis zum 22. Dezember helfen die insgesamt zwanzig Soldaten in den Kliniken Füssen und Buchloe aus.

Füssener in Memmingen

Bereits seit vergangenen Montag unterstützten acht Bundeswehrsoldaten des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe aus Kaufbeuren das Klinikpersonal in Kaufbeuren an fünf Tagen der Woche. Diese übernehmen wie in Füssen und Buchloe patientenferne Dienstleitungen und greifen den Pflegekräfte voraussichtlich noch bis zum 23. Dezember unter die Arme.

In den Kliniken in Füssen, Kaufbeuren und Buchloe wurden – Stand Dienstag – 63 Patienten mit einer Covid-Infektion behandelt, davon 14 intensivmedizinisch. Die Klinik Füssen betreut 14 Covid-Patienten, davon drei intensivmedizinisch. Im Klinikum Kaufbeuren werden derzeit 39 Covid-Infizierte betreut, darunter sechs auf der Intensivstation. In der Klinik St. Josef Buchloe befinden sich zehn Covid-Patienten, davon liegen fünf auf der Intensivstation.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat auch das Klinikum Memmingen Unterstützung bekommen: Fünf Bundeswehrsoldaten aus der „Allgäu Kaserne“ in Füssen helfen den Klinikmitarbeitern bei der Bewältigung der täglichen Anforderungen. „Wir sind unglaublich dankbar über diese Hilfe“, betont Klinik Direktor Roger Kolb. „Ohne diese Unterstützung würde es in dieser vierten und bislang heftigsten Welle der Corona-Pandemie nicht gehen!“

Seit vergangener Woche helfen die fünf Soldaten der 3. Kompanie des Gebirgsversorgungsbataillons 8 den Klinikmitarbeitern bei der Einlasskontrolle am Haupteingang, bei der Abwicklung der täglichen Covid-Testungen sowie bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen. „Der Einsatz funktioniert vorbildlich und völlig reibungslos“, freut sich Klinikdirektor Kolb. „Die Bundeswehrmitarbeiter waren in kürzester Zeit eingelernt und machen einen super Job.“

Der Einsatz in Memmingen ist zunächst bis Mittwoch, 15. Dezember, veranschlagt. Doch Roger Kolb hofft, dass diese Amtshilfe verlängert wird.

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