Krise genutzt

Schwangau bringt Infrastruktur auf Vordermann

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Der Schwangauer Bauhof nutzt den Lock-Down, um das Forggenseeufer zwischen Horn und Brunnen vom Treibholz zu säubern.

Schwangau – Verwaltung und Bauhof der Gemeinde nutzen den Lockdown intensiv für eine Ertüchtigung der touristischen Infrastruktur. Das teilte Bürgermeister Stefan Rinke jetzt im Gemeinderat mit.

Dazu gehörte unter anderem „die Beseitigung von Treibholz am Forggensee in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt“, wie der Rathauschef bekannt gab. Dabei seien rund 20 große Haufen zwischen Horn und Brunnen abgefahren worden. Darüber hinaus „wurde auch der Aussichtspunkt Pindarplatz am Alpsee erneuert“ und Ruhebänke ausgetauscht. 

Außerdem habe in der Pöllatschlucht „die jährliche Sicherheitsüberprüfung nach der Wintersperre“ stattgefunden, die eine routinemäßige Felsräumung zur Folge hatte. Außerdem müsse ein Fels abgetragen werden, der als absturzgefährdet identifiziert worden sei. Die Kostenschätzung für die Sicherungsmaßnahmen, die voraussichtlich bis Ende Mai abgeschlossen sein sollen, bezifferte er mit etwa 45.000 Euro. 

Gemeindebücherei hat wieder geöffnet

Rinke gab zudem bekannt, „dass die Gemeinde ab 4. Mai ihre Gemeindebücherei in der Münchener Straße 5 zu den bekannten Öffnungszeiten wieder aufmacht.“ Dadurch solle den Bürgern eine Freude und ein Lesevergnügen gemacht werden. Allerdings gelten besondere Regeln: So ist die Zahl der Personen, die sich gleichzeitig in den Räumen aufhalten dürfen, begrenzt. Zusätzlich ist ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten und es besteht Maskenpflicht. 

Breitbandversorgung verbessern

Darüber hinaus wies der Rathauschef noch „auf die große Maßnahme im Zuge der Digitalisierungsstrategie“ hin. Derzeit zeige sich deutlich die Notwendigkeit für die Digitalisierung von Schulen und Rathäusern. Daher möchte die Verwaltung die Breitbandversorgung auch von öffentlichen Gebäuden verbessern, weswegen sie an einem Förderprogramm nach der Glasfaser/WLAN-Richtlinie-GWLANR teilnehme. Die Verbesserung der Glasfaseranschlüsse sei allerdings „nur ein Element der fortschreitenden Digitalisierung in der Gemeinde“. 

Darüber hinaus sei das Rathaus auch „mitten in der Umsetzung eines umfassenden Outsourcing-Projekts mit der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB)“. Damit sei Schwangau die erste Gemeinde im Kreis, die sich damit befasse sei. Im Zuge der Maßnahme werde auch der Serverraum im Keller des Rathauses ertüchtigen und nach Sicherheitsvorgaben ausgebaut. Die dafür erforderlichen 60.000 Euro sind bereits bewilligt. Mit dem Glasfaserschluss, dem Outsourcing-Projekt sowie der Ertüchtigung des Kellerraumes schaffe die Gemeinde die Voraussetzung für Digitalisierung auf allen Ebenen.

lex

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