Stau am Morgen: Bundespolizei kontrolliert bei Füssen Einreisende aus Tirol

Corona-Mutation in Tirol: Scharfe Grenzkontrollen bei Füssen

Stau am Grenztunnel Füssen
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Seit den verschärften Grenzkontrollen aus Angst vor einer Verbreitung der Corona-Virus-Mutante kommt es morgens auf der A7 bei Füssen - wie hier am Mittwoch - zu langen Staus.
  • vonMatthias Matz
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Füssen/Kempten – Das aktuelle Einreiseverbot für Reisende aus Tirol nach Deutschland sorgt seit Anfang der Woche vor allem morgens für Staus am Füssener Grenztunnel. Aus Angst vor einer Ausbreitung der in Tirol festgestellten Mutante des Corona-Virus wird dort jedes Fahrzeug von der Bundespolizei kontrolliert.

Einreisen darf nach Angaben von Sabine Dittmann, Sprecherin der Bundespolizei in Kempten, derzeit nur, wer als EU-Bürger die digitale Einreiseanmeldung sowie einen maximal 48 Stunden alten negativen Coronatest vorweisen kann oder in einem systemrelevanten Beruf arbeitet.

Überwacht wird quasi entlang der gesamten Grenze zu Tirol: „Alle Grenzübergänge innerhalb unseres Inspektionsbereiches werden kontrolliert“, so Dittmann. Dies betreffe die Übergänge Füssen-Grenztunnel, Pfronten-Fallmühle und Oberjoch. Eine Grenzschließung gebe es aber nicht.

Der Grenzübergang Füssen-Ziegelwies wurde allerdings durch die österreichischen Behörden gänzlich geschlossen. Ebenso wird der Grenzübergang Pfronten-Steinach durch die Österreicher in der Zeit von 20 Uhr bis 5 Uhr gesperrt.

„Ausgenommen von den pandemiebedingten Grenzkontrollen ist als Enklave lediglich Jungholz“, so die Bundespolizei-Sprecherin weiter. Neben den stationären Kontrollstellen seien die Beamten aber weiterhin im grenznahen Raum im Bereich von 30 Kilometern unterwegs.

Der Nachweis, einen systemrelevanten Beruf auszuüben, erfolgt bis zum Ablauf des heutigen Donnerstags durch die Glaubhaftmachung des jeweiligen Reisenden, unter anderem durch Mitführung und Vorlage eines Arbeitsvertrages bei der Einreise, erläuterte Dittmann. Ab dem morgigen Freitag, 19. Februar, ist dagegen eine individuelle amtliche Bescheinigung (Betrieb und Person) der jeweiligen Kreisverwaltungsbehörde bzw. Stadtverwaltung bei der Einreise mitzuführen.

Wem an der Kontrollstelle Füssen von der Bundespolizei die Einreise verweigert wird, der wird übrigens in der Regel von den Beamten über die A7 zurück nach Österreich geschickt. Dies werde teilweise auch durch ein begleitendes Polizeifahrzeug überwacht.

mm

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