Große Kreisbote-Umfrage: Vor allem ältere Menschen wollen sich gegen Corona impfen lassen

Corona-Virus: Die Impfbereitschaft im Ostallgäu hält sich in Grenzen

Covid-19-Impfstoff
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Vor allem bei den Älteren ist die Impfbereitschaft groß.
  • Matthias Matz
    VonMatthias Matz
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Landkreis – Die Impfbereitschaft der Bürger im Allgäu hält sich in Grenzen. Das hat unsere große Kreisbote-Umfrage ergeben. Wir wollten von Ihnen wissen, ob Sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen oder nicht. Demnach würden sich rund 40,4 Prozent der an der Umfrage teilgenommenen Personen impfen lassen, rund 53,2 Prozent lehnen diese ab und rund 6,3 Prozent sind noch unentschlossen. Damit schwimmt das Allgäu gegen den bundesweiten Trend, wo aktuell die Impfbereitschaft stetig steigt.

Abgesehen davon, dass derzeit bekanntlich viel zu wenig Impfstoff für alle Impfwilligen zur Verfügung steht, scheint der Wille nach einer Impfung in einigen Regionen im Allgäu eher mau zu sein. Spitzenreiter bei den Impfverweigerern ist Memmingen und Umland. Hier lehnen 63,3 Prozent der Umfrageteilnehmer eine Impfung gegen das Coronavirus ab. Nur rund 32,2 Prozent würden sich impfen lassen und 4,4 Prozent sind noch unentschlossen. Ähnlich sieht es in Leutkirch und seinen Nachbargemeinden aus. Hier verweigern laut unserer Umfrage rund 61,1 Prozent die Impfung, rund 30,6 Prozent würden sich gegen das Virus impfen lassen und rund 8,3 Prozent wissen es noch nicht.

Dieser Trend manifestiert sich auch in der kreisfreien Stadt Kaufbeuren und dem Ostallgäu, wenngleich nicht in dieser Deutlichkeit. Hier halten sich Impfbereitschaft und Verweigerung beinahe die Waage. Entsprechend würden sich in Kaufbeuren und dem Ostallgäu von den Umfrageteilnehmern 45,2 Prozent impfen lassen, 47,5 Prozent sagen ganz klar nein und rund 7,4 Prozent überlegen noch, ob sie sich impfen lassen oder nicht.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch in der Stadt Kempten und der näheren Umgebung ab. Hier würden sich laut unserer Umfrage 41,5 Prozent impfen lassen, 55,1 Prozent lehnen diese ab und 3,4 Prozent wissen es noch nicht.

Einzig in Sonthofen und dem Oberallgäu scheint die Impfbereitschaft größer zu sein. Hier würden sich laut unserer Umfrage rund 46,3 Prozent impfen lassen, rund 41,5 Prozent lehnen diese ab und 12,2 Prozent sind noch unentschlossen.

Junge eher dagegen

Wir hatten ferner auch nach Geschlecht und Alter gefragt. Bei den 18- bis 29-Jährigen hält sich die Impfbereitschaft in Grenzen, wobei sich die jungen Frauen mit 65,4 Prozent gegen eine Impfung aussprechen. Bei den jungen Männern hält sich das Verhältnis mit 46,2 Impf-Befürwortern hingegen eher die Waage.

In der Gruppe der 30- bis 49-Jährigen haben auch die Impfverweigerer deutlich die Oberhand. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern lehnen rund 65 Prozent die Impfung ab.

Ganz anders sieht es dagegen bei der Gruppe ab 65 Jahren und älter aus. Offenbar überwiegt hier das Bewusstsein, dass ab 60 Jahren das Virus einen schwereren Verlauf nehmen kann. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass sich rund 72,5 Prozent der an der Umfrage teilgenommenen Frauen impfen lassen würden. Bei den Männern sieht es ähnlich aus, hier die liegt die Impfbereitschaft bei 71,3 Prozent.

Kai Lorenz

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