CSU-Bundestagsabgeordneter Stracke tauscht sich mit Füssener Soldaten aus

Abgeordneter Stracke zu Besuch in der Allgäu-Kaserne: »Füssen ist Vorreiter«

Stephan Stracke mit Soldaten
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Der Kaufbeurer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (rechts) im Gespräch mit den Einsatzrückkehrern aus Mali.

Füssen – Zu einem Austausch über aktuelle Themen trafen sich jetzt der Kaufbeurer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) mit dem Kommandeur des Gebirgsaufklärungsbataillon 230, Oberstleutnant Michael Bertram, sowie dem Kommandeur des Gebirgsversorgungsbataillon 8 Oberstleutnant, Sascha Müller. 

Stracke erklärte bei seinem Besuch in der Allgäu-Kaserne, dass die Bundesregierung heuer 1,3 Milliarden Euro mehr für die Bundeswehr ausgebe. Auch vor dem Hintergrund ihres Einsatzes in der Corona-Krise, in der die Armee „die bislang personell umfangreichste Amtshilfe” geleistet habe.

Wie das Geld in Füssen genutzt werden soll, erläuterte Oberstleutnant Michael Bertram, gleichzeitig Standortältester der Füssener Kaserne. Demnach sind in den kommenden Jahren am Standort Füssen Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe geplant. So sollen beispielsweise neue und moderne Unterkünfte errichtet werden. Geplant werde außerdem eine neue Panzerwaschanlage als Pilotprojekt sowie Schleppdachhallen.

Beim Standortrundgang nutzten die Gäste die Gelegenheit, die neue multifunktionale Sporthalle zu besichtigen, die in Kürze fertiggestellt sein wird. Acht Millionen Euro hat der Bund in den Bau dieser innovativen Sporthalle investiert. Sie soll am 2. September feierlich eröffnet werden. Diese Multifunktionshalle ist bisher einmalig innerhalb der deutschen Streitkräfte und bietet einen großzügig dimensionierten Kraftraum sowie eine eigene Kletterhalle.

Highlight der Halle ist eine spezielle Wand, an der das Eisklettern in voller Einsatzmontur mit Eispickel und Steigeisen indoor ausgebildet und geübt werden kann – ein Alleinstellungsmerkmal in der Bundeswehr. „Füssen ist Vorreiter. Die Multifunktionshalle ist das erste Infrastrukturprojekt, das nach der neuen Musterplanung für die spezialisierte Ausbildung des Heeres im Bereich Klettern und Abseilen realisiert wurde”, zeigte sich Stracke beeindruckt von den Möglichkeiten, die die Soldaten hier für ihr Training bekommen.

Vielfältige Aufgaben

Nach der Fahrt zum Standortübungsplatz und der Schießanlage mit Waffenschau der Gebirgsaufklärer auf dem Appellplatz der Kaserne durften die beiden Politiker auch einen Blick in eine Umschlaghalle der Gebirgsversorger werfen. Müller sowie sein Stellvertreter stellten die Fähigkeiten des Verbandes vor. „Es ist wie in einem mittelständischen Unternehmen – wir haben eine Werkstatt, in der sämtliche Fahrzeuge und Geräte instandgesetzt werden können.” Die Soldaten seien Logistiker, also Transporteure, Instandsetzer und Lagerspezialisten. All das könne im Rahmen einer Berufsausbildung gelernt werden. „Je nach Laufbahn ist sogar der Erwerb eines Meisterabschlusses oder akademischen Grades in einem der angebotenen Studiengänge möglich.”

Gefährliche Mission

Zum Abschluss des Standortbesuchs tauschte sich der Abgeordnete mit einigen der erst kürzlich von der Stabilisierungsmission in Mali zurückgekehrten Soldaten aus. Sonne, Staub, Arbeit und die Trennung von zu Hause haben den Einsatz geprägt, schilderten die Einsatzrückkehrer beider Verbände. Die Pandemie mit den damit verbundenen Hygienemaßnahmen wie der zweiwöchigen Quarantäne zu Beginn und Ende des Einsatzes sei eine zusätzliche Herausforderung gewesen.

Dazu komme das Bewusstsein der ständigen latenten Gefahr in den Einsatzgebieten, beispielsweise durch die im Gelände verborgenen Sprengfallen. Gerade die jüngsten Anschläge mit zwölf verwundeten Bundeswehrsoldaten hätten gezeigt, dass Mali brandgefährlich ist. Dennoch gehöre der Auslandseinsatz für viele Soldaten zum Arbeitsalltag. Nicht wenige von ihnen haben bereits drei bis vier solcher Einsätze hinter sich, wie sie berichteten.

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