Landkreis Ostallgäu belohnt Ehrenamtliche mit der "EhrenamtsKarte"

"Ehrenamt macht Gänsehaut"

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Landrätin Maria Rita Zinnecker und die Ehrenamtsbeauftragten Julia Grimm und Karl Bosch (1. Reihe, 2. und 3. v.r.) bedanken sich bei den Ostallgäuer Ehrenamtlichen.

Landkreis – Mit einer großen Feierstunde hat sich der Landkreis Ostallgäu bei seinen Ehrenamtlichen bedankt. Stellvertretend für alle Freiwilligen im Ostallgäu erhielten jetzt rund 540 Ehrenamtliche die „EhrenamtsKarte“ des Landkreises.

„Es ist für uns eine absolute Herzensangelegenheit, Ihnen allen ein ganz großes Dankeschön auszusprechen“, sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU). Rund 450 Ostallgäuerinnen und Ostallgäuer waren ins Marktoberdorfer „Modeon“ gekommen, um gemeinsam mit den Verantwortlichen des Landkreises das Ehrenamt hochleben zu lassen. Das Ostallgäu sei „eine Bastion des Ehrenamts“, sagte Zinnecker in ihrer Begrüßung. 

Fast jede Zweite im Landkreis sei freiwillig engagiert. „Mit der EhrenamtsKarte wollen wir Ihre großen Leistungen anerkennen“, sagte die Landrätin. 33 kostenfreie Erlebnisse umfasst die „EhrenamtsKarte“ – darunter Eintritte in zahlreiche Museen und Freizeiteinrichtungen, beispielsweise den Waldseilgarten Höllenschlucht, die Sommerrodelbahn an der Alpspitze oder die Bergbahnen. 

Auch das ÖPNV-Familienticket oder zwei besondere Veranstaltungen für die Inhaber sind inbegriffen. Gekonnt und sehr unterhaltsam führte Bayern1-Moderatorin Ulla Müller gemeinsam mit ihrem Kompagnon „Hausmeister Bürschtner“ durch das Programm. Monika Steinacher aus Hopferau, Vorsitzende des Blumenvereins Hopferau, sagte: „Die Veranstaltung war sehr kurzweilig und hat mir gut gefallen. 

Diese Verleihungsveranstaltung versüßt mir die letzten Vorstandsjahre und ist eine schöne Anerkennung.“ Brunner motiviert Felix Brunner rührte mit seinem Motivationsvortrag viele im Publikum. Brunner war aktiver Bergsportler und bei der Bergwacht – 2009 verunglückte er schwer am Berg, lag acht Monate im Koma und 13 Monate auf der Intensivstation. Aufgeben kam für ihn aber nie in Frage. 2013 schaffte es der heute 26-Jährige als erster Handbikefahrer die Alpen zu überqueren. Brunner: „Im Scheitern liegt immer auch eine große Chance, man darf nur seine Ziele nie aus den Augen verlieren.“ 

Fünf Ehrenamtliche bekamen ihre Karten exemplarisch von Landrätin Zinnecker auf der Bühne verliehen und dabei auch die Gelegenheit, von der ganzen Bandbreite des Ehrenamts und ihrer persönlichen Motivation zu berichten. „Ehrenamt macht Gänsehaut“, sagte beispielsweise Gerhard Seitz, Übungs- und Abteilungsleiter Leichtathletik beim VfL Buchloe. Nach der offiziellen Feierstunde, die das „Harald Rüschenbaum Trio“ musikalisch begleitete, wurden im Foyer die „EhrenamtsKarten“ von den jeweiligen Heimat-Bürgermeistern der Ehrenamtlichen verliehen.

 Ludwig Meggle vom Veteranen- und Soldatenverein Leuterschach und Pfleger der städtischen Magnus-Kirche fasste zusammen: „Mir hat die Verleihung sehr gut gefallen. Das Programm war aufgelockert und unterhaltsam. Und der Hausmeister Bürschtner hat mich immer wieder zum Lachen gebracht.“

kb

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