Es darf gesportelt werden

Auch in Geschicklichkeitsspielen maßen sich die Schüler. F: lex

Nicht nur Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) lobte die von Markus Doser, Lehrer an der Füssener Hauptschule, maßgeblich initiierten „Come together-games“, die kürzlich zum ersten Mal auf der Weidachsportanlage ausgetragen wurden, als „eine super Idee.“ Bei den nach Dosers Vorstellung als „Integrationssportfest“ gedachten Wettkämpfen auf dem Minifußball- und dem Asphaltfeld des Sportgeländes im Weidach nahmen schließlich auch rund 60 Schüler aus vier Füssener Schulen sowie dem Gymnasium Hohenschwangau teil. Und während sie sich am Ende alle über ein Käppi freuen durften, war der Jubel auch groß, als Iacob die sanierte „Schulsportanlage im Weidach“ offiziell an die Schulen übergab.

Der 15-jährige Patrick Söhnen vom Gymnasium Füssen fand dieses erste Integrationssportfest, an dem neben Schülern seiner Schule sowie dem Gymnasium Hohenschwangau auch 13- bis 16-jährige Mädchen und Buben der Förderschule, der Mittelschule und der Realschule Füssen teilnahmen, auch eine „tolle Idee.“ Obwohl sich das Wetter dabei nicht gerade von seiner angenehmsten Seite präsentierte, nutzte Füssens Bürgermeister Iacob diesen Termin in Begleitung des städtischen Sportreferenten Markus Gmeiner, um die Sportanlage nach monatelangen Sanierungsarbeiten, die mehr als 300 000 Euro gekostet hätten, an diesem kalten Herbstnachmittag feierlich einzuweihen. Iacob fand es dabei gut, dass sich „so viele Schüler der verschiedenen Schulen durch das gemeinsame Interesse am Sport hier zusammengefunden haben.“ Darüber hinaus betonte er, dass „so etwas weiter reifen“ dürfe. Die jungen Sportler selbst hatten derweil vor allem Spaß daran, „sich mit Schülern anderer Schulen zu treffen“, wie die 15-jährige Magdalena Nöß von der Realschule sagte und sich freute: „Das ist gut. Man lernt Leute kennen.“ Demzufolge machte es ihr auch überhaupt nichts aus, als einziges Mädchen mit Söhnen sowie dem 14 Jahre alten Jürgen Doser vom Füssener Gymnasium und dem 16-jährigen Adem Durmaz von der Mittelschule zusammen im Team „Südafrika“ zu sein, das in seiner Gruppe am Ende allerdings den letzten Platz belegte. Der sportliche Erfolg stand laut Markus Doser auch nicht so sehr im Vordergrund dieses Integrationsfestes, bei dem insgesamt zwölf Viererteams in den Disziplinen Fußball, Basketball, Fahrradreifen-Zielwurf und vier Mal 100 Meterlauf um die Siegerpreise wetteiferte. Möglicherweise vertrugen sich auch deswegen nicht nur im „Südafrika“-Team „alle ganz gut“, wie Durmaz bestätigte. Auch in der Mannschaft von „Uruguay“ verliefen die gemeinsamen sportlichen Anstrengungen absolut reibungslos. Beinahe wie so oft im großen Sport, sicherten sich auch hier die Brasilianer um Karaman Baris (14 Jahre) und seinen gleichaltrigen Schulkameraden Bastian Neuber die Hauptpreise bei den 13- bis 14-Jährigen. Mit ihren beiden anderen Teamkollegen durften sie sich daher jeder über einen Fußball und einen Gutschein für eine Schifffahrt auf dem Forggensee als Siegerpreise freuen. Das gleiche galt für die Mannschaft „Elfenbeinküste“, die in der Altersklasse der 15- und 16-Jährigen die Konkurrenz hinter sich ließ.

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