Trainerin Gaby S. Graupner ermuntert in ihrem Vortrag Selbstständige zum Delegieren

Ein motivierender Vertrauensbeweis

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Plädoyer fürs Delegieren: Gaby S. Graupner legt ihren Zuhörern im Haus der Gebirgsjäger nahe, nicht immer alles selbst zu machen.

Füssen – Der Bund der Selbständigen (BdS) Füssen hat jetzt in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführerin des BdS Schwaben, Nicole Schwab, hochkarätigen Besuch ins „Haus der Gebirgsjäger“ eingeladen, um „etwas mit nach Hause zu nehmen“, wie Andreas Ullrich betonte.

Der erste Vorsitzende des BdS Füssen bezeichnete die renommierte Trainerin Gaby S. Graupner als „eine ganz tolle Referentin“, die den ca. 40 Zuhörern ihres Vortrages „Delegieren“ ein Paket von Anregungen zu geben versuchte, „das uns im Tagesgeschäft hilft“, so Ullrich.

Zu Beginn ihres 70-minütigen Vortrags fragte Graupner erst einmal: „Wer ist ihr erster Kunde?“ Da das keiner der Zuhörer zu beantworten wusste, sagte Graupner anschließend selbst: „Ihr Mitarbeiter.“ Demzufolge legte sie den Unternehmern nahe, ihren Angestellten manche Aufgaben zu übertragen, die man bis dahin selbst erledigt hatte. Denn: „Wenn sie als Chef delegieren, haben sie viel treuere Mitarbeiter.“

Zumal es laut Graupner für einen Firmenchef oftmals wichtiger sein kann, „an der Firma zu arbeiten, als in der Firma.“ Nach Ansicht der Gründerin eines Callcenters in Puchheim bei München gebe es jedoch einige Gründe dafür, dass manche Menschen ungern delegierten. So hätten viele beispielsweise „Angst, ihre Vorbildfunktion zu verlieren“, wenn sie bestimmte Aufgaben an andere übergäben. Genauso hätten manche Vorgesetzten die Befürchtung, dass „andere etwas nicht so gut machen“ wie sie selbst. Und außerdem gebe es „Aufgaben, die wir lieben und deshalb nicht hergeben wollen.“

Nach Graupners Auffassung gibt es darüber hinaus „Dinge, die man nicht delegieren sollte.“ Darunter befinden sich etwa die „Führung eines Unternehmens“, die Gesamtplanung des Ziels, „wo man hin will“ sowie die „Kontrolle“. Dagegen ließen sich andere Arbeiten wie zum Beispiel „Routineaufgaben, Spezialistentätigkeiten und Vorbereitungsaufgaben“ durchaus gut delegieren. Wobei man aber darauf achten sollte, nur etwas an jemanden zu übertragen, „dem wir die Aufgabe zutrauen“.

Für denjenigen sei dies aber ein Vertrauensbeweis, der sich sowohl „sehr motivierend“ für ihn auswirke als auch dessen Bedeutung und Selbstständigkeit steigere. Deshalb ermunterte Graupner die Zuhörer am Ende ihres Referats : „Probieren sie´s aus mit dem Delegieren!“

lex

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