Gegen mögliche Impfpflicht und Beschränkung der Bewegungsfreiheit

Friedliche Demo in Pfronten gegen Corona-Beschränkungen

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Bei der Demonstration auf dem Leonhardsplatz erhält Astrid Blattner immer wieder Applaus von Versammlungsteilnehmern und Zuschauern.

Pfronten – Sie wollen so lange weiter gegen die Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise demonstrieren, bis sie wieder aufgehoben werden: Knapp 75 Demonstranten haben sich dafür am Sonntag bereits zum dritten Mal auf dem Leonhardsplatz in Pfronten getroffen.

So blies den Volksvertretern am vergangenen Sonntagvormittag heftiger Gegenwind ins Gesicht, als Astrid Blattner und eine knappe Handvoll weiterer Redner an den derzeitigen „Einschränkungen unserer Grundrechte“ starke Kritik übten. Hauptthema waren unter anderem eine mögliche Impfpflicht und die hohen Kosten des Staates an der Forschung nach einem Impfstoff. 

Die Politik forderten sie dabei auf, nicht weiter „die Würde des Menschen“ zu beschädigen. Stattdessen sollte sie den Bürgern wieder „volle Bewegungsfreiheit“ gestatten, wie Blattner vor etwa 75 Demonstrationsteilnehmern erklärte, die einen Sicherheitsabstand einhalten, aber keine Gesichtsmasken tragen mussten. 

Darunter waren auch Reiner Augsten und Klaus Ego aus Pfronten, die sich auf dem mit rot-weißen Bändern abgesperrten Platz eingefunden hatten, und von rund 30 Zuschauern und der Polizei beobachtet wurden. Ego machte offen seinem Unmut darüber Luft, dass momentan „die Freiheit der Bürger beschnitten“ werde. Augsten forderte hingegen, dass sich die Volksvertreter „um viele Meinungen kümmern“ sollten. Schließlich leide er als Betreiber des Mineralienmuseums „Steinerlebniswelt“ in Oy-Mittelberg nicht nur privat, sondern auch beruflich unter den Kontaktbeschränkungen. 

Augsten und Ego zollten deswegen – wie viele andere Teilnehmer und einige Zuhörer – besonders Blattner immer wieder Beifall, die unter anderem erklärte: „Man kann uns verbieten, aber nicht ignorieren.“ Dabei gestand sie, sich zwar Sorgen zu machen, jedoch „keine Angst“ zu haben, obwohl die politisch Verantwortlichen hinsichtlich der Corona-Pandemie „ein Spiel mit der Angst“ und lediglich „reine Symptombekämpfung“ betrieben. 

Während Marianna Klotz aus Pfronten ein „Wirtschaftssystem der Gier und Macht“ anprangerte, richtete Blattner an die Adresse der Politiker die Botschaft: „Verpassen sie uns ruhig einen Maulkorb, er ist genauso unwirksam wie die Mundschutzmasken!“ 

Die Kundgebung war nach Informationen der Polizei auf 50 Teilnehmer begrenzt es fanden sich aber ca. 75 Engagierte ein, die auf dem großzügig abgesperrten Platz leicht Platz fanden, um die Mindestabstände einzuhalten. Die Kundgebung verlief nach Informationen der Polizei friedlich. Die Polizei musste nicht einschreiten.

lex

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