Im Rollstuhl über die Rampen springen

Der barrierefreie Ausbau des Skate- und Bikeparks beginnt – Scheibel spendet 2900 Euro

Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter (v.l.), Thomas Scheibel und der städtische Sportbeauftragte Markus Gmeiner
+
Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter (v.l.), Thomas Scheibel und der städtische Sportbeauftragte Markus Gmeiner bei der Spendenübergabe.

Füssen – Die Arbeiten zum barrierefreien Ausbau und zur Erweiterung des Skate- und Bikeparks haben begonnen. Im Sommer sollen hier die ersten Skater und Rollstuhlfahrer über die Rampen springen. Um das Projekt finanziell zu unterstützen, hat Stadtrat und Skatepark-Initiator Thomas Scheibel, Geschäftsführer des Bauunternehmens Scheibel, jetzt einen symbolischen Scheck über 2900 Euro der Stadt Füssen überreicht.

Kürzlich rollten die Bagger am Skate- und Bikepark an, um diesen barrierefrei auszubauen und zu erweitern. Bis zum Sommer entsteht auf dem Areal eine sogenannte Jumpline. Radfahrer, Skater, Scooter- und Rollstuhlfahrer können dort über mehrere Rampen springen. Zudem wird der komplette Skate- und Bikepark barrierefrei ausgebaut.

Die EU fördert das rund 253.000 Euro teure Projekt „Barrierefrei im Ostallgäu: Skaten für Rollifahrer in Füssen“ über das Programm Leader in Höhe von 106.000 Euro. Zudem sind Spenden in Höhe von 10.000 Euro eingegangen.

Die Arbeiten zum barrierefreien Ausbau des Skate- und Bikeparks haben begonnen. Bis zum Sommer soll auf dem Areal eine sogenannte Jumpline entstehen.

137.000 Euro Eigenanteil

Zum Auftakt der Bauarbeiten übergab Thomas Scheibel im Namen der Firma Scheibel Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) eine Spende über 2900 Euro. Somit beträgt der Eigenanteil der Stadt Füssen rund 137.000 Euro, rechnete der städtische Sportbeauftragte Markus Gmeiner vor.

Der Füssener Rathauschef bedankte sich bei Scheibel und allen Spendern für die großzügigen Zuwendungen und freute sich, dass die EU das Projekt bezuschusst. „Jeder Cent tut uns gut!“, so der Bürgermeister. Eichstetter richtete seinen Dank außerdem an Ostallgäus Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) und an die Landtagsabgeordneten Angelika Schorer (CSU), die das Projekt von Anfang an unterstützt hatten.

Ein Trinkbrunnen

Neben dem barrierefreien Ausbau sollen weitere Arbeiten folgen. So soll etwa eine Beleuchtung und ein Trinkbrunnen installiert, eine Werkzeugstation und Fahrradständer errichtet sowie grüne Aufenthaltsflächen mit Bänken geschaffen werden. Schließlich wird der Zaun, der den Skate- und Bikepark von der Bundesstraße trennt, versetzt, da zwischen der Sportanlage und der Straße ein Radweg entsteht (der Kreisbote berichtete).

Die EU fördert neben dem barrierefreien Ausbau und der Erweiterung des Skate- und Bikeparks eine barrierefreie Veranstaltung für Rollstuhlfahrer: Das „Limitless Skateevent“ soll – sofern es die Corona-Pandemie zulässt – im Juli stattfinden.

kb

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Corona im Ostallgäu und Kaufbeuren: Zahl der Toten steigt auf 163 - Keine freien Intensivbetten in Kaufbeuren
Corona im Ostallgäu und Kaufbeuren: Zahl der Toten steigt auf 163 - Keine freien Intensivbetten in Kaufbeuren
Corona-Folgeerscheinungen bei Kindern: Chefarzt spricht über PIMS-Fälle in Kaufbeurer Klinik
Corona-Folgeerscheinungen bei Kindern: Chefarzt spricht über PIMS-Fälle in Kaufbeurer Klinik
Corona im Ostallgäu: Inzidenzwert in Kaufbeuren steigt deutlich über 50, im Landkreis auf über 30
Corona im Ostallgäu: Inzidenzwert in Kaufbeuren steigt deutlich über 50, im Landkreis auf über 30
Wenig Schnee und die Corona-Krise sorgen für ein ruhigeres Jahr bei der Pfrontener Bergwacht
Wenig Schnee und die Corona-Krise sorgen für ein ruhigeres Jahr bei der Pfrontener Bergwacht

Kommentare