Forstexperten raten Waldbesitzer, ihre Bäume frühzeitig auf den Schädling zu untersuchen

Der Borkenkäfer schwärmt aus - Experten geben Tipps

Forstreferendarin Theresa Bode vom AELF Kaufbeuren und Forstdirektor Stephan Kleiner untersuchen eine Fichte auf Borkenkäferbefall.
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Forstreferendarin Theresa Bode vom AELF Kaufbeuren und Forstdirektor Stephan Kleiner untersuchen eine Fichte auf Borkenkäferbefall.
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    VonKatharina Knoll
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Füssen - Der Borkenkäfer schwärmt derzeit massiv aus. Das AELF Kaufbeuren rät Waldbesitzern, ihre Bäume regelmäßig auf solche Anzeichen zu überprüfen.

Ein unterdurchschnittlich kalter April und Mai hat zunächst die Schwärmtätigkeit der Fichtenborkenkäfer Buchdrucker und Kupferstecher verzögert. Doch auf die Ruhe folgt nun der Sturm: in den Borkenkäferfallen werden immer mehr Käfer gezählt.

„Auch die Monitoringfallen im Ostallgäu bei Irsee und Stötten melden sehr große Fangzahlen“, so Forstdirektor Stephan Kleiner von der Forstverwaltung. „Im Gegensatz zu den vorangegangenen Jahren, bei denen der Borkenkäfer in mehreren Phasen ausflog, befällt er jetzt geschwächte Fichten schlagartig und massiv“.

Borkenkäfer kommen sommerliche Temperaturen zugute

Dem Käfer kommen die sommerlichen Temperaturen zu Gute, die seit Anfang Juni im Landkreis herrschen. Für das nördliche Ostallgäu und Kaufbeuren ist vor allem in Fichtenreinbeständen mit Stehendbefall zu rechnen. Auch in Lagen über 600 Meter erfolgt seit der letzten Woche die Anlage der ersten Käfergeneration.

Gefährdete Bestände mindestens alle zwei Wochen kontrollieren

Forstreferendarin Theresa Bode vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kaufbeuren rät gefährdete Bestände auf Käferbefall mindestens alle zwei Wochen zu kontrollieren. Die Käfer produzieren große Mengen gut sichtbaren Bohrmehls, was die Suche nach ihnen erleichtert. Es ist häufig an Rindenschuppen, am Stammfuß oder in Spinnennetzen an den Bäumen sichtbar. Wird das schnupftabakähnliche Bohrmehl an einem Fichtenstamm gefunden, muss dieser umgehend gefällt werden.

„Der aktuelle, konzentrierte Befall stellt eine große Gefahr dar. Er gibt den Waldbesitzern aber die Chance, durch konsequentes Aufarbeiten einen Großteil der Käfer abzuschöpfen und eine weitere Vermehrung zu bremsen“, erläutert Bode. Daher sollten befallene Fichten umgehend gefällt und aus dem Wald entfernt werden. Können die Stämme nicht unmittelbar ins Sägewerk transportiert werden, sollten sie mindestens 500 Meter entfernt zum nächsten Nadelholzbestand zwischengelagert werden.

Finanzielle Unterstützung

Für die Borkenkäferbekämpfung erhalten die Waldbesitzer finanzielle Unterstützung durch die Staatsregierung. Beratung und Unterstützung erhalten die Waldbesitzer bei den Revierleitern des AELF Kaufbeuren. Hilfe bei der Aufarbeitung der befallenen Fichten geben die Forstbetriebsgemeinschaften und sonstige forstliche Dienstleister.

kb

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