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Der „First Responder” Lechbruck nimmt seinen Dienst auf

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First Responder in Lechbruck
Bürgermeister und Einsatzkräfte nehmen den „First Responder” Lechbruck offiziell in Dienst. © Iris Nowak

Lechbruck – Der „First Responder“ (FR) Lechbruck ist seit 1. April im Dienst. Seitdem wurde er bereits vier Mal alarmiert.

Bei der offiziellen Indienststellung freute sich Lechbrucks Bürgermeister Werner Moll über die neue Hilfe im Notfall und überbrachte auch den Dank seiner Kollegen aus Steingaden, Bernbeuren, Roßhaupten und Prem.

Um im Notfall keine wertvolle Zeit zu verlieren, haben sich die Gemeinden Lechbruck, Steingaden, Bernbeuren, Roßhaupten und Prem mit den Johannitern zusammengeschlossen, um einen „First Responder“ in ihrem Gebiet zu etablieren. Mit diesem fahren Ehrenamtliche bei einer Alarmierung zum Einsatzort und leisten Erste-Hilfe bis Rettungswagen und Notarzt eintreffen. Dass sich das Engagement der Gemeinden gelohnt hat, zeigte sich bereits in den ersten Tagen, nachdem der FR Lechbruck seinen Dienst aufgenommen hat. Er wurde bereits zu vier Notfällen gerufen.

Dank an Ehrenamtliche

„Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit den Johannitern diesen Dienst ins Leben rufen konnten“, sagte Bürgermeister Moll. „Ein besonderer Dank von meinen Kollegen aus Steingaden, Bernbeuren, Roßhaupten und Prem und mir geht aber vor allem an die Ehrenamtlichen. Sie haben nicht nur viel Zeit in ihrer Freizeit in die Ausbildung investiert, sondern besetzen dieses Fahrzeug sowohl unter der Woche als auch am Wochenende.“

Moll dankte auch Michael Struck, Ortsbeauftragter der Johanniter in Unterthingau. Dieser hatte das Projekt initiiert und dafür ein Fahrzeug von den Johannitern organisiert. „Wir, die fünf Gemeinden, haben uns daher sehr gerne mit Spenden beteiligt. Mit diesen wurde die Ausstattung des Fahrzeuges finanziert“, fügte der Lechbrucker Bürgermeister hinzu.

Neue Ausbildungskurse beginnen

Michael Rettenmaier, Mitglied des Regionalvorstandes der Johanniter in Bayerisch Schwaben, zeigte sich ebenfalls erfreut über den neuen Dienst. „Auch die Alarmierungszahlen nach so kurzer Zeit zeigen, dass dieses Fahrzeug helfen und Leben retten kann. Wir Johanniter wünschen den Ehrenamtlichen allseits gute Fahrt und eine wohlbehaltene Rückkehr aus den Einsätzen.“

Wer sich beim „First Responder“ engagieren möchte, der hat im Oktober die Gelegenheit dazu, die nötigen Voraussetzungen dafür zu schaffen. „Ab dem 1. Oktober bieten wir wieder Ausbildungen an“, informierte Michael Struck, Initiator des „First Responders” Lechbruck. Physische und psychische Belastbarkeit sowie ein Erste-Hilfe-Kurs sind Voraussetzung dafür.

Auch die Sparkasse Allgäu, vertreten durch Filialleiter Tobias Etschmann, war bei der offiziellen Indienststellung vor Ort und übergab einen neuen Defibrillator an Bürgermeister Moll. Dieser wird über die Sommermonate am Bootshafen angebracht und im Winter in der Turnhalle.

kb

Kurstermine

Sanitätshelferkurs: 2. Oktober bis 25. Oktober, sonntags von 9 bis 15 Uhr sowie werktags von 19 bis 22 Uhr inklusive Abschlussprüfung. Insgesamt werden elf Termine dafür angesetzt.

Aufbau-Kurs: 27. Oktober von 18.30 Uhr bis 22.30 Uhr, und 30. Oktober von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr

FR-Kurs: 1. November und 6. November jeweils von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr und am 3. November von 18.30 Uhr bis 22.30 Uhr

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