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Wärmeversorgung im Ostallgäu: »Systeme sind sehr gut in Schuss«

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Gymnasium Füssen
Die Wärmeversorgung des Füssener Gymnasiums arbeitet effizient. Zu diesem Ergebnis ist jetzt eine Untersuchung durch das Energie- und Umweltzentrum gekommen. © Archiv

Landkreis/Füssen – Der Landkreis Ostallgäu lässt aktuell die Wärmeversorgung seiner Gebäude untersuchen. Den Anfang machen die Einrichtungen in Füssen.

Untersucht wurden laut Mitteilung der Kreisbehörde bisher das Gymnasium Füssen, die Berufsschule Füssen, die Erich-Kästner-Schule sowie die Realschule Füssen. Das vorläufige Ergebnis: „Unsere Systeme sind sehr effizient und sehr gut in Schuss“, berichtet Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU). „Das ist nun auch von unabhängiger Stelle bestätigt.“ Die Überprüfung weiterer Liegenschaften soll folgen.

Laut Landrätin Zinnecker habe der Landkreis den Check bereits vor der aktuellen Zuspitzung der Energie-Krise beim Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!)in Kempten in Auftrag gegeben. Dieses attestierte dem Landkreis in einem vorläufigen Ergebnis, dass die Wärmeversorgung seiner Liegenschaften in einem guten Zustand ist. Lediglich kleinere Verbesserungen seien sinnvoll, wie beispielsweise Heizungspumpen gegen neue, noch effizientere Modelle zu tauschen, um Strom zu sparen.

„Wir werden unserer Vorbildrolle in Sachen Energieeinsparung und -effizienz schon seit vielen Jahren gerecht“, ergänzt Zinnecker. „Liegenschaften wurden entweder im Passivhausstandard gebaut – zum Beispiel das „Grüne Zentrum” und das Gymnasium Buchloe – oder möglichst hochwertig saniert – beispielsweise das Landratsamtsgebäude in Marktoberdorf, die Realschule Füssen oder die Realschule Obergünzburg.“

Außerdem sei, wo immer es möglich war, auf regionale Energieversorgung Wert gelegt worden – zum Beispiel auf Fernwärme in Marktoberdorf, Biogaswärme in Obergünzburg und Dösingen sowie Wärmepumpen und Pelletkessel in Buchloe, Füssen und Kaufbeuren.

Mit Beharrlichkeit

Solche energetischen Verbesserungen gingen nicht im „Hau-Ruck-Verfahren“, erklärt die Ostallgäuer Landrätin weiter, sondern müssten sorgfältig geplant werden. Kaum eine Kommune habe den finanziellen Spielraum, alle Liegenschaften auf einmal zu sanieren. Daher sei man im Marktoberdorfer Landratsamt froh, diese Aufgabe schon seit vielen Jahren kontinuierlich und mit Beharrlichkeit voran getrieben zu haben. Weitere Sanierungen seien geplant und eingetaktet.

Nutzer in der Pflicht

Johannes Fischer, Klimaschutzbeauftragter des Landkreises, fügt hinzu: „Auch die Nutzerinnen und Nutzer eines Gebäudes können einen großen Beitrag leisten. Beispielsweise entscheidet die Art, wie gelüftet wird, sehr stark über den Energieverbrauch – teilweise deutlich mehr, als eine optimierte Heizungssteuerung.“

Informationen, wie sich auch in privaten Haushalten der Energieverbrauch senken lässt, finden sich auf www.klimaschutz-ostallgaeu.de.

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