Schnelles Internet für rund 5000 Haushalte

Der Glasfaser-Ausbau in Füssen ist abgeschlossen

+
Ralf Niepel von der Telekom (v.l.), Bürgermeister Paul Iacob, Carmen Settele aus der Stadtverwaltung, Klaus-Dieter Strauß von der Telekom sowie Sophie Symik und Verena Schmid vom Elektrofachmarkt expert drücken den symbolischen Startknopf fürs schnelle Internet in Füssen.

Füssen – Am Wochenende einen Film auf Netflix schauen, schnell ein Video auf Youtube hochladen oder daheim vor der Webcam an Konferenzen teilnehmen: Das ist ab sofort auch in Füssen möglich.

Denn die Telekom hat hier nun den Glasfaser-Ausbau für rund 5000 Haushalte abgeschlossen. Den symbolischen Startknopf fürs schnelle Internet drückten Bürgermeister Paul Iacob (SPD) zusammen mit Mitarbeitern der Telekom am Dienstag im Füssener Rathaus. 

2016 ging es los mit den Planungen. Damals wurde unter anderem die Bauarbeiten ausgeschrieben und die Erlaubnis der Grundstückseigentümer eingeholt, erklärte Bürgermeister Paul Iacob (SPD). „Es gab viele Voraussetzungen, die geschaffen werden mussten.“

Im Herbst 2017 begannen dann die Tiefbauarbeiten. Doch hier hatte man zunächst mit einem „holprigen Start“ zu kämpfen, erklärte Klaus-Dieter Strauß, Teamleiter Projektierung und Baubegleitung bei der Telekom. Da damals das Baugewerbe boomte, war es nicht leicht entsprechende Firmen zu finden. „Unter diesen Voraussetzungen ist es ganz gut gegangen.“ 

Mittlerweile ist der Glasfaser-Ausbau für rund 5000 Haushalte in der Stadt Füssen abgeschlossen. Im Zuge des geförderten Ausbaus „Mehr Breitband für Deutschland“ wurden 130 Haushalte mit Eigenmitteln der Stadt Füssen und Zuwendungen aus Landesmittel ans Netz gebracht.

Dafür wurden Glasfaserkabel unter anderem an den großen Hauptstraßen der Stadt, in Neubaugebieten, am Bootshafen und in der Hiebelerstraße verlegt. Diese Haushalte haben dank der schnellen Leitung nun die Möglichkeit übers Internet Videos anzuschauen oder Spiele zu spielen und von daheim aus zu arbeiten. Auch Technologien wie „Virtual Reality“, Telemedizin oder das „Smart Home“ sind möglich. 

Neben dem geförderten Ausbau schloss die Telekom nach eigenen Angaben eigenfinanziert rund 5000 Haushalte an. 4700 Haushalte davon brachte die Telekom bereits ans Netz. Die weiteren rund 300 Haushalte sollen voraussichtlich im zweiten Quartal diesen Jahres folgen. 

Die ersten Kunden der Telekom surfen aber bereits seit September 2018 mit bis zu 100 Mbit/s. Dank der „Super Vectoring Technik“ können nun sogar Bandbreiten bis zu 250 Mbit/s erreicht werden. 

Hoffen auf weitere Förderung

Damit sei Füssen nun „richtig gut gerüstet für den weiteren Ausbau“, erklärte Strauß. Und der bestehe aus der Glasfaserleitung ins Haus hinein, das sogenannte FTTH. „Das wird die Zukunft sein“, fügte Ralf Niepel, Regionalmanager der Deutschen Telekom, hinzu. Momentan sei das jedoch noch eine Geldfrage. Das Ziel sei, weg vom Kupferkabel und hin zum Glasfaserkabel zu kommen. „Wir freuen uns immer mehr Glasfaserkabel verlegen zu können.“

Für den weiteren Ausbau wartet die Stadt Füssen aber auf neue Förderprogramme, erklärte Iacob. „Mit dem Internet-Ausbau macht Füssen einen großen Schritt in die Zukunft“, freute sich der Rathauschef. „Schnelles Internet ist heute ein Muss. Nur eine Kommune mit moderner digitaler Infrastruktur ist auch attraktiv für Familien, Freiberufler und Unternehmen.“ 

Wer das schnelle Internet nutzen möchte, kann es online, telefonisch oder im Fachhandel buchen. Dabei muss man nicht zwangsläufig Kunde der Telekom sein. „Das Netz ist diskriminierungsfrei“, erklärte Florian Goldhofer von der Telekom. „Anbieter können sich einmieten.“ Damit stehen dann auch deren Kunden die schnellen Leitungen zur Verfügung.

kk

Auch interessant

Meistgelesen

Landsmann schleust türkische Familie nach Deutschland
Landsmann schleust türkische Familie nach Deutschland
Trauchgau: Erneuter Vorfall durch nicht angeleinten Hund
Trauchgau: Erneuter Vorfall durch nicht angeleinten Hund
Der Flughafen Memmingen: Das Tor zum Süden
Der Flughafen Memmingen: Das Tor zum Süden
Neue Unterhaltungskultur im Füssener Klosterkeller
Neue Unterhaltungskultur im Füssener Klosterkeller

Kommentare