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Die 33. Außerferner Kulturzeit steht ganz im Zeichen des »Urban Knitting«

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Das „Huanza“-Team mit ihrer Obfrau Veronika Kunz-Radolf (vorne links)
Das „Huanza“-Team mit ihrer Obfrau Veronika Kunz-Radolf (vorne links) © ed

Reutte – Am Freitag, 9. September, beginnt die 33. Außerferner Kulturzeit. Unter dem Motto „drei glatt, drei verkehrt“ bringt sie erneut Kunst und Kultur in all ihren Facetten in den Bezirk Reutte. Der Titel, der zunächst etwas verwirrend wirken mag, macht das Stricken zum Thema. Das Programm stellte jetzt das Team der Außerferner Kulturinitiative „Huanza“ vor.

Hintergrund des diesjährigen Mottos ist „Urban Knitting“ – eine Form von Straßenkunst, die mit wenigen Materialien auskommt. Wolle, Häkel- oder Stricknadeln sind die Zutaten, der Fantasie und Kreativität der Künstler sind keine Grenzen gesetzt.

Hatten die umstrickten Fahrräder in Reutte, initiiert vom Freiwilligenzentrum Außerfern, viele Passanten bereits überrascht, weist „drei glatt, drei verkehrt“ in dieselbe Richtung. „Huanza“ werden kunstvoll und kreativ eingestrickt, passend zur Namensgebung der Initiative. Auch hier ist das Freiwilligenzentrum beteiligt, das 33 „Huanza“, für jedes Jahr einen, kunstvoll „verkleiden“ wird. So steckt hinter dem Projekt mehr als nur kreatives „Happening“, sondern auch sozial verbindende Komponenten.

Ein Appell gegen Hass

„Viele Hände schaffen ein gemeinsames Kunstprojekt, ein Zugehörigkeitsgefühl. Zudem hilft Stricken beim Stressabbau und hat viele weitere positive Eigenschaften“, merkte Huanza-Obfrau Veronika Kunz-Radolf an. Ähnlich äußerte sich Reuttes Bürgermeister Günter Salchner im Vorwort des Programmhefts. „Wir leben in einer besonders verkehrten Welt“, sagte er.

Der Rathauschef führte weiter aus: „Wenn vieles nicht glatt läuft, sehnen sich die Menschen besonders nach einfachen Mustern in schwarz und weiß.“ Doch so sei die Welt nicht, sie sei bunt, manchmal glatt und eben oft verkehrt. Salchner bedankte sich bei allen, die an der Außerferner Kulturzeit 2022 nicht nur mitgestrickt sondern auch ein inspirierendes Programm zusammengestellt haben.

Die Kulturzeit beginnt am Freitag, 9. September, mit einer Installation zum Thema Hass. Sie soll verdeutlichen, dass Hass keine Verständigung bringt und Hass zerstört. Eine große Metallskulptur mit den Worten „NO HATE“, auf der sich alle mitwirkenden Künstlerinnen und Künstler der Initiative auf verschiedenste Art zu Wort gemeldet haben, stellt einen Appell gegen Hass dar.

Einen Tag später gestalten verschiedene Gruppen eine Auftakt-Trilogie auf der Wiese und in der Kirche St. Anna. Dort ist das Kunstprojekt „Leben weben“ mit einem musikalischen Dreiklang aus Mitwirkenden dreier Weltreligionen zu erleben.

Insgesamt werden sich bis Freitag, 28. Oktober, Ausstellungen, Lesungen, musikalische Präsentationen aller Kunstrichtungen und Schauspiel abwechseln. Aufführungssorte sind unter anderem neben Reutte auch Weißenbach, Wängle, Breitenwang und Tannheim.

Mehr Informationen zum Programm und auch zu den Veranstaltungsorten gibt es in Kürze online unter www.huanza.at und in den ausliegenden Programmheften.

ed

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