"Die Sehnsuchtslandschaft der Alpen"

Wie hier am Lechfall sind entlang des Lechwegs Stelen und Bänke mit dem Logo des Lechwegs, einem L, aufgestellt. Das Holz wurde nanobeschichtet. Foto: Sommer

Von der Quelle bis zum Fall heißt der Slogan, mit dem der Lechweg beworben wird. Der soll in einer der letzten Wildflusslandschaften Europas entstehen. Am Freitag, 15. Juni, wird der neue Weitwanderweg mit einer Zeremonie in Holzgau, etwa auf halber Strecke, eröffnet. Jetzt schon aber stehen die Orte bis Lechbruck bereit, um sich dem Weg anzuschließen.

„Wandern in der Sehnsuchtslandschaft der Alpen“, so lässt sich nach den Worten des Füssener Tourismuschefs, Stefan Fredlmeier, das Erlebnis Lechweg beschreiben. Die Alpen seien einerseits für viele eine Sehnsucht, andererseits aber schrecke das Bergauf-bergab der Alpen viele Wanderer ab. Mit dem neuen Lechweg habe man einen Weitwanderweg geschaffen, der ein moderates Wandern ermögliche und so die Angst vor den Alpen nehme. Es sei auch der Kontrast zwischen dem rar besiedelten Lechtal mit seinen 5000 Einwohnern und dem städtischen Gepräge Füssen, zwischen der Natur und der Kultur der Schlösser, die diesen Weg so interessant machen. Man sei aktuell mit sechs Reiseveranstaltern im Gespräch, die den Weg und das Gesamtpaket gerne in ihr Programm aufnehmen würden. Wandern sei absolut im Trend, so Fredlmeier, weshalb auch die Wanderregion Allgäu/Ostallgäu verstärkt beworben werden soll. Zeitgleich mit dem Lechweg kann man dann auch Österreichs mit 200 Metern längste Hängebrücke, die sich rund 110 Meter über dem Talgrund erstreckt, überqueren. Der Lechweg ist zur Gänze ein Naturweg, also nicht geteert oder gekiest, außer in Ausnahmefällen. Markenzeichen sind neben dem „L“ auch die nanobeschichteten Fichtenholzbänke und -stelen, die Wind und Wetter trotzen sollen. Vor allem als Anfangs- und Endpunkt dieses Wegs habe man die besten Möglichkeiten, sich darzustellen, so Fredlmeier. Allerdings stehen die Orte von Füssen bis Lechbruck inzwischen auch in den Startlöchern, so möchte der Lechbrucker Bürgermeister Helmut Angl, dass Lechbruck Zielort des Lechwegs wird. So hatte man da schon die Floßwerft vorgestellt, die über Leadermittel kofinanziert wird und dafür sorgen wird, dass der Weg touristisch bis zur oberbayerischen Grenze interessant wird. Verzögern wird sich dagegen ein anderes Projekt, der so genannte Baumkronenpfad am Walderlebniszentrum in Füssen. Voraussichtlich erst im Frühjahr 2013 soll das 1,2 Millionen Euro teure Projekt fertiggestellt werden, in dem die Gäste in Zukunft in den Wipfeln der Bäume spazieren gehen können. Auch der Baumkronenpfad wird aus Leadermitteln kofinanziert, Füssen zahlt hier 30.000 Euro und beim Lechweg 35.000 Euro.

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