Auftakt der "Füssener Kurgespräche": Was Träume bedeuten können

Wenn die Seele spricht

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Pater Michael Hubatsch eröffnet die diesjährigen „Füssener Kurgespräche“ im Franziskanerkloster mit dem ersten Teil seiner Ausführungen übers „Träumen“.

Füssen – Mit dem Vortrag „Träume – Wie die Seele zu uns spricht“ sind jetzt zum 34. Mal die „Füssener Kurgespräche“ eröffnet worden. Im Vortragssaal des Franziskanerklosters nahmen rund 60 Zuhörer an der ersten von neun Vortragsveranstaltungen – immer dienstagsabends um 20 Uhr – teil.

Zu den „Kurgesprächen“ kommt als Referentin erstmals Katharina Ceming aus Augsburg. Die promovierte Hochschullehrerin ist auf den Gebieten Theologie und Philosophie zuhause und als Publizistin bekannt. Ihre Frage lautet: Was sagt die Bibel über das Verhältnis von Glauben und Humor und was sagen Judentum, Islam und Buddhismus dazu? 

Referent Pater Michael Hubatsch wird am 9. August den zweiten Teil seines „Traum-Referats“ halten. Dann steht hier die „Traumdeutung“ im Mittelpunkt der Ausführungen. Für seinen allgemein verständlich formulierten Einstieg in ein Themengebiet, in dem Gehirnforschung und Psychoanalyse angesiedelt sind, hat der Franziskanerpater starken Beifall geerntet. 

Er gab auch Impulse für den sich bei den „Kurgesprächen“ immer anschließenden Dialog zwischen Referent und Zuhörern. Zum Mitnehmen, um das Thema noch selbst vertiefen zu können, wurde eine Literaturliste verteilt. Jeder Mensch träumt. Träume können, so das alte Sprichwort, oft nur Schäume sein, „also einfach völlig belanglos – und daher zu vergessen“. Doch, so unterstrich Pater Michael, „die bilderreichen Erlebnisse in den Schlafphasen können Ausgangpunkt sein, Sachen anzupacken, seinem Leben wieder Strömung zu verleihen und sogar eine gute Hilfe sein, um ein bestimmtes, belastendes Problem zu lösen“. 

Auf Nachfrage einer Zuhörerin erläuterte der Referent, dass Bücher über Symbole „für die eigene Traumdeutung praktisch keinen Wert haben. Ein bestimmtes Bild, das im Traum – vielleicht immer wieder – erscheint, ist eine Botschaft, die man nur ganz persönlich entschlüsseln kann. 

Nützliches Traumtagebuch

 Eine hohe Welle zum Beispiel wird von einer Person als große Bedrohung empfunden. Eine andere Person hingegen sieht darin eine erfreuliche Herausforderung.“ Um ein Symbol für sich deuten zu können, sei das Führen eines Traumtagebuchs nützlich. Das Erinnerte könne auch einer vertrauten Person erzählt werden, die mit ihren Fragen dann zur „Ein Traum kann uns Angst machen, aber träumen ist gut. In Italien wünschte man sich traditionell eine gute Nacht und dazu goldene Träume“, so der Pater zum Abschluss seines Vortrags. 

Der Eintritt zu den „Kurgesprächen“ im Franziskanerkloster ist grundsätzlich frei, um Spenden wird aber gebeten. Infos zu den weiteren Vortragsabenden finden sich auch im Internet unter www.kurseelsorge-fuessen.de. 

Pastoralreferent Christian Schulte aus dem ökumenischen Organisationsteam mit dem Franziskanerpater und dem evangelischen Pfarrer Andreas Lay kündigte für Dienstag 8. Juli, um 20 Uhr, bereits den nächsten Vortrag an. Thema ist „Lachen befreit – Humor und Glauben“

pm

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