Während der Bahnhofsneubau voran schreitet, liegt der Bürgermeister weiter mit Harald Vauk im Clinch

Freude bei Schmid, Ärger bei Iacob

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Planmäßig geht es auf der Baustelle am Füssener Bahnhof voran. Im Oktober kommenden Jahres sollen die ersten Mieter einziehen.

Füssen – Der Bau des neuen Füssener Bahnhofgebäudes schreitet trotz des derzeit schlechten Wetters planmäßig voran. „Wir sind nach wie vor im Zeitplan“, erklärte Doris Schröder von der Baufirma Hubert Schmid am Freitag anlässlich eines Pressegesprächs im Rathaus.

Auch die Vermietung des Büro- und Geschäftshauses liegt demnach im Soll. So sind nach Angaben des Marktoberdorfer Bauunternehmens im Erdgeschoss nur 200 Quadratmeter Ladenfläche noch nicht vermietet. Im Obergeschoss sind noch 300 Quadratmeter Bürofläche zu haben.

Schröder zufolge sollen die ersten Mieter im Oktober kommenden Jahres einziehen. Die übrigen würden dann nach und nach folgen. „Wir haben einen attraktiven Mietermix in einem attraktiven Geschäftshaus“, so Schröder.

Pelletheizung wird eingebaut

Außerdem teilte sie mit, dass das Gebäude eine Pelletheizung bekommen soll. „Das ist eine gute Geschichte.“ Für die Lagerung der Pellets müsse im Unterschied zum bisherigen Bauantrag allerdings noch ein Keller gebaut werden. Über diesen Tekturantrag sollte der Füssener Bauausschuss am gestrigen Dienstagabend nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe abstimmen. Mehr dazu lesen sie in der Samstagausgabe.

Ärger über Vauk

Bürgermeister Paul Iacob (SPD) machte indes noch einmal seinem Ärger über die Anschuldigungen von Harald Vauk Luft. Dieser hatte, wie berichtet, in der Bürgerversammlung behauptet, Iacob habe es durch „Hinterzimmerabsprachen“mit Hubert Schmid ermöglicht, dass das Unternehmen im Süden über die Baugrenze hinaus baue. Das hätten von ihm beauftragte Messungen ergeben. Diese Behauptungen seien „Unwahrheiten und Böswilligkeiten“, so Iacob. „ich habe es nicht nötig, etwas durch die Hintertür zu machen“, sagte er. Der Tausch der Grundstücke zwischen Stadt und Baufirma seien allesamt vom Stadtrat abgesegnet worden. Allerdings seien sie noch nicht im Grundbuch eingetragen.

Protokolle als Beweis

Daher sehe er einer von Vauk mittlerweile beim Landratsamt Ostallgäu eingereichten Dienstaufsichtsbeschwerde gegen ihn gelassen entgegen. Es gebe „nichts daran zu rütteln“, dass alles ordnungsgemäß gelaufen sei. Das sei durch die Protokolle der Sitzungen belegbar. „Dieser Mensch versucht ein Bild von dieser Stadt zu prägen, das diese Stadt nicht verdient hat.“

 Doris Schröder von Hubert Schmid betonte ebenfalls, dass das Bauunternehmen sich nach den genehmigten Pläne richte „Wir halten uns selbstverständlich an die Bauvorgaben.“ Füssens Bauamtsleiter Armin Angeringer ergänzte: „Es gab mindestens zwei Beratungen über die Grundstücksgeschäfte!“

Matthias Matz

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