Bunter Mix in der Orangerie

Zurück in die Goldenen Zwanziger

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Frivol und schwungvoll: So präsentieren sich „Die Dissonanten“ bei ihrem jüngsten Auftritt in der Orangerie der Stadtbibliothek Füssen.

Füssen – Ein wahres Feuerwerk an musikalischer und theatralisch-kabarettistischer Bühnenkunst haben „Die Dissonanten“ jetzt etwa zweieinhalb Stunden lang in der vollbesetzten Orangerie der Füssener Stadtbibliothek abgebrannt und dem Publikum damit einen unterhaltsamen Abend bereitet.

Sie nahmen die knapp 100 Besucher auf eine Zeitreise in die Goldenen 20er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit. Dabei erweckten sie unvergessene Stars aus dieser Zeit, wie beispielsweise Zarah Leander, „Die Andrew Sisters“, „Die Comedian Harmonists“, Hans Albers und Willy Fritsch sozusagen wieder zum Leben. 

So sangen, tanzten, spielten und musizierten „Die Dissonanten“ nicht nur in ihrer schillernden, nostalgischen Herbstrevue der Jahre zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg, sondern präsentierten auch absurd-witzige Texte von Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz und Karl Valentin. 

Dabei wechselten immer wieder die Besetzungen auf der Bühne, die ebenfalls abwechselnd von Maria Hartmann, Andreas Meyler und Martin Fumian am Klavier begleitet wurden. Mit frecher Berliner Schnauze moderierend, führte Stefan Grassmann das Publikum gekonnt durch das Programm in der imaginären „Goldelse“, wo das Leben damals besonders frivol tobte. 

„Die Dissonanten“ unterstrichen indes mit Saxophon, Klarinette, Fagott, Akkordeon, Gitarre und Kontrabass ihr musikalisches Talent, das sie auch bei einer gekonnt inszenierten Stummfilmszene bestens zur Geltung brachten. Den Zuschauern servierten sie so eine sehr bunt gemischte Schau von Raritäten wie „Kannst du pfeifen Johanna?“, „O Donna Clara“, „Wenn ich vergnügt bin“ und „Wegen Emil seine unanständige Lust“. Außerdem waren auch die Klassiker „Für mich soll´s rote Rosen regnen“, „Caprifischer“, „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Im ,Weißen Rössl‘ am Wolfgangsee“, „Mr. Sandman“, „Sentimental journey“, „Chattanooga choo choo“ und „Hit the road Jack“ zu hören. 

Nach frenetischem Beifall belohnten „Die Dissonanten“ die Besucher noch mit zwei Zugaben. So servierten sie ihnen auch noch „Ich wollt´, ich wär´ ein Huhn“ und „Ein Lied geht um die Welt“.

lex

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