Bär ist für Rotwildkadaver im Außerfern verantwortlich

DNA-Analyse bestätigt Bär-Riss

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Ende Juni nahm eine Wildkamera einen Bären im Klausenwald im Bezirk Reutte auf.

Außerfern – Der Rotwildkadaver, der Ende Juni im Außerfern gefunden wurde, stammt tatsächlich von einem Bär. Das haben jetzt genetische Untersuchungen ergeben, wie die Tiroler Landesregierung bekannt gibt.

Im Bereich des Klausenwaldes im Bezirk Reutte hatte Ende Juni eine Wildkamera einen Bären fotografiert. Zur gleichen Zeit wurde ein Rotwildkadaver in einem benachbarten Gebiet gefunden. Genetische Untersuchungen haben jetzt ergeben, dass das Tier ein Bär gerissen hat. 

Ein Bär ist auch für drei gerissene Schafe im Pitztal verantwortlich, wie die DNA-Untersuchungen zeigen. Ob es sich in beiden Fällen um das gleiche Tier handelt, ist aus den Untersuchungsergebnissen aber nicht abzulesen. 

20 tote Schafe

Aus dem Gebiet zwischen dem Sellraintal und dem Inntal liegen dem Land Tirol außerdem Meldungen von 20 toten Schafen auf drei verschiedenen Almen vor. Etwa die Hälfte davon weisen Rissspuren auf. Die DNA-Analysen ergaben jetzt, dass ein Wolf für die vier toten Schafe verantwortlich ist, die im Gemeindegebiet von Oberperfuss untersucht wurden, informierte Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer. 

Seit den letzten gemeldeten Rissen Mitte vergangener Woche hat es nach Angaben der Tiroler Landesregierung keine weiteren Schadensmeldungen aus dem Gebiet zwischen Sellrain und Inntal gegeben. Auch haben Wildkameras keinen großen Beutegreifer, weder Wolf noch Bär, aufgenommen. Jene Schafe, die kürzlich im Pitztal tot aufgefunden wurden, waren bereits stark verwest. Eine DNA-Analyse sei hier nicht mehr möglich, so die Landesregierung. 

Antrag für Abschuss

Bei der Bezirkshauptmannschaft ist am Mittwoch allerdings ein Antrag auf Entnahme von Beutegreifern nach dem Jagdgesetz eingegangen. „Die Behörde agiert hier in einem sehr engen rechtlichen Rahmen mit strengen Prüfmaßstäben, da es sich bei großen Beutegreifern um geschützte Tierarten handelt. Wir werden den Antrag prüfen“, erklärte Klaus Wallnöfer, Vorstand der Abteilung landwirtschaftliches Schulwesen, Jagd und Fischerei.

kb

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