Lebenszeichen vom Bergwiesenort

Dorf- und Bergwiesenfest soll sattfinden – Elfte Pfrontener Bergwiesenkönigin bestimmt

Pfronten
+
Das beliebte Dorf- und Bergwiesenfest soll in diesem Jahr sattfinden und die elfte Pfrontener Bergwiesenkönigin steht bereits fest.

Pfronten – 2020 musste das Dorf- und Bergwiesenfest wie alle anderen Feste Corona-bedingt abgesagt werden. Nun trafen sich die Organisatoren und prüften alle Optionen für die diesjährige Veranstaltung. Sie möchten sowohl das für den 24. und 25. Juli geplante Dorf- und Bergwiesenfest als auch die Inthronisation der elften Bergwiesenkönigin unter den dann geltenden Auflagen der Coronapandemie veranstalten. Die designierte Amtsnachfolgerin von Anna I. als amtierende Repräsentantin für den Tourismus und die alpine Kulturlandschaft steht bereits fest. Das gab Pfronten Tourismus in einer Pressemitteilung nun bekannt.

In wenigen Wochen blühen auf den ungedüngten Wiesenhängen in Pfronten die ersten Krokusse. Deren weiße und blau-violette Blüten markieren im Jahresverlauf den Beginn der buntblühenden, artenreichen Bergwiesen. Seit vielen Jahren kümmern sich örtliche Institutionen wie das „Pfrontener Forum“ oder der Landschaftspflegeverband Ostallgäu, vor allem aber Bergbauern mit ihren Familien und zahlreiche Freiwillige in Vereinen und Ehrenämtern um den Erhalt dieses besonderen Grünlandtyps.

Die Bergwiesen bieten Lebensraum für selten gewordenen Tiere und Pflanzen, liefern hochwertiges Heu als Futter und bereichern das Landschaftsbild. Zusätzlich finden die abgewelkten Pflanzen und deren Extrakte Verwendung in Gesundheits- und Wellnessprodukten, in der Gastronomie und Spezialgetränken wie die Allgäuer Berglimonade oder Heuschnaps. Nur eine extensive Bewirtschaftung der häufig in Steilhängen mühsam zu pflegenden Wiesen sichert deren Erhalt. Im zweijährigen Rhythmus veranstalten das Pfrontener Forum, der Gebirgstrachtenerhaltungsverein „D‘Achtaler“ sowie die Gemeinde ein Dorf- und Bergwiesenfest, in dessen Verlauf in feierlicher Zeremonie eine neue Bergwiesenkönigin gekrönt wird.

Die Veranstalter entschieden in einem Vorbereitungstreffen , zunächst an dem geplanten Termin 24. und 25. Juli festzuhalten. „Für uns Trachtler ist es wichtig, unser Satzungsziel, die Pflege und Erhalt des Brauchtums endlich mal wieder nach außen zu zeigen. Auch wenn wir weiterhin nicht aktiv proben können, haben die Mitglieder regen Kontakt untereinander und wollen das Fest wie - auch immer dies möglich ist – gemeinsam mit den Partnern organisieren“ erklärt Wolfgang Goldstein, Gemeinderat und Vorsitzender des Trachtenvereins. Pfrontens Bürgermeister Alfons Haf, zugleich noch Vorsitzender des Pfrontener Forums sichert die Unterstützung der Gemeinde zu. „Wir sind froh, dass wir mit den Innenräumen und dem Außenbereich des Pfarrheims flexibel sein können. Wir werden die zu erwartenden behördlichen Auflagen wie die Begrenzung der Besucherzahl, Zugangskontrollen mit negativen Testnachweisen und die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln innovativ umsetzen und prüfen bereits die technischen Möglichkeiten“, sagte Haf.

Im vergangenen Jahr schrieb die Gemeinde Pfronten das Amt der Bergwiesenkönigin öffentlich aus. Aus den Bewerbungen wurde eine Kandidatin ausgewählt, die sich auch nach der einjährigen Verschiebung weiterhin für die ehrenamtliche Aufgabe zur Verfügung stellt. Die Bewerberin wurde von einem Corona-bedingt verkleinerten Wahlgremium bereits zur neuen Bergwiesenkönigin designiert. Für Königinnenkoordinator Jan Schubert von der Gemeinde ist die Auswahl ein Glücksfall, „wir konnten wieder eine engagierte junge Persönlichkeit gewinnen, die wie die Vorgängerinnen in ihrer Amtszeit eigene Akzente setzen wird“ so Schubert.

Der Name der neuen Ortspräsentantin Pfrontens bleibt – ganz der Tradition der Vorjahre folgend – bis zu deren Krönung am 24. Juli 2021 geheim. 

kb

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona im Ostallgäu und Kaufbeuren: Zahl der Toten steigt auf 163 - Keine freien Intensivbetten in Kaufbeuren
Corona im Ostallgäu und Kaufbeuren: Zahl der Toten steigt auf 163 - Keine freien Intensivbetten in Kaufbeuren
Corona-Folgeerscheinungen bei Kindern: Chefarzt spricht über PIMS-Fälle in Kaufbeurer Klinik
Corona-Folgeerscheinungen bei Kindern: Chefarzt spricht über PIMS-Fälle in Kaufbeurer Klinik
Corona im Ostallgäu: Inzidenzwert in Kaufbeuren steigt deutlich über 50, im Landkreis auf über 30
Corona im Ostallgäu: Inzidenzwert in Kaufbeuren steigt deutlich über 50, im Landkreis auf über 30
Wenig Schnee und die Corona-Krise sorgen für ein ruhigeres Jahr bei der Pfrontener Bergwacht
Wenig Schnee und die Corona-Krise sorgen für ein ruhigeres Jahr bei der Pfrontener Bergwacht

Kommentare