Drachen fliegen ums Märchenschloss

Von

OLIVER SOMMER, Schwangau – Mit einem farbenprächtigen Einzug der Piloten ins Festzelt hat am Sonntag die Weltmeisterschaft im Drachenflug in Schwangau begonnen. In den kommenden zwei Wochen werden 75 Piloten aus 13 Nationen, darunter auch die amtierenden Weltmeisterinnen aus Deutschland um die Minuten und Punkte kämpfen. Für die ersten Wettbewerbstage aber sieht die Wettervorhersage und damit die Chance auf gute Flugbedingungen, nicht allzu rosig aus. Kann man sonst die Flugdrachen oder Hängegleiter vorwiegend in der Luft beobachten, so nutzten deren Piloten den Auftakt zur Weltmeisterschaft und genossen das Bad in der Menge der Freunde und Zuschauer. Trotz Regenschauer ließ sich niemand die Stimmung im Festzelt vermiesen, wo Benno Ossowski für ein ansprechendes Rahmenprogramm mit Ehrengästen, Politprominenz und musikalischer Abwechslung gesorgt hatte. So stimmten die Schulkinder mit ihrem Lied auf die WM ein, wie die großen Stars bei den Olympischen Spielen und die Schwangauer Flummies gaben den richtigen Background mit Tanz und Show dazu. Ehe sich dann die Verantwortlichen, allen voran vom nationalen DHV bis hin zur weltweiten FAI (Fédération Aéronautique Internationale) mit ihrem Hanggliding-Präsidenten John Aldridge äußerten. Und während man einerseits den Nachwuchs treffen konnte, Piloten wie Andreas Becker aus Füssen oder Tim Grabowski, den führenden der Weltrangliste, konnte man auch die Männer der ersten Stunde kennen lernen. Wie Charly Jöst oder Mike Harker, der als erster Mensch mit einem Drachen von der Zugspitze, aber auch vom Tegelberg geflogen war. Daran erinnerte auch Charly Jöst, Präsident des Deutschen Hängegleiterverbands, der sich freute, dass die Championships zum zweiten Mal nach 1983 wieder an den Tegelberg vergeben wurden. Er betonte die Ehre, die mit dem Weltmeistertitel einhergeht. Deshalb auch sei die Entscheidung für den Austragungsort von vielen Piloten mit großer Zustimmung aufgenommen worden, die jetzt das Wiedersehen mit Freunden und Mitstreitern aus Europa, Asien und den USA gebührend feierten. Jetzt muss nur noch der Wettergott mitspielen und für eine gute Thermik über dem Allgäu sorgen, damit sich Jöst Wunsch nach einer „grandiose Kulisse am Himmel“ erfüllt.

Auch interessant

Meistgelesen

Hauptsache dabei sein
Hauptsache dabei sein
Drogenrazzia in Asylunterkunft 
Drogenrazzia in Asylunterkunft 
Motorradfahrer schwer verletzt
Motorradfahrer schwer verletzt
Marla Glen kommt nach Füssen
Marla Glen kommt nach Füssen

Kommentare