Drachenzähmen leicht gemacht

„Drachen-Flugberge“ gibt es viele in Europa. Doch mit keinem wird soviel Historie verbunden wie mit dem Ostallgäuer Hausberg, dem Tegelberg. Und jetzt kommt zum zweiten Mal der WM-Zirkus nach Deutschland, wieder an den Tegelberg. Mit dabei das deutsche Damen-Nationalteam, die amtierenden Weltmeisterinnen, die hier ihren Titel verteidigen wollen. Und erstmals kann man Dank moderner Technik „live“ dabei sein, wenn die Piloten den letzten Wendepunkt nehmen.

Es ist ein besonderes Ereignis, das Benno Ossowski gemeinsam mit dem Deutschen Hängegleiterverband auf die Beine gestellt hat. Zum zweiten Mal eine Weltmeisterschaft in Deutschland, dort, wo er einst seine Wiege hatte, mit jungen Lokalmatadoren und amtierenden Weltmeisterinnen und seiner königlichen Hoheit, Prinz Luitpold von Bayern, selber passionierter Drachenpilot, als Schirmherren. Knapp zwei Wochen vor dem WM-Auftakt am Sonntag, 9. Mai, ab 17 Uhr, der im übrigen allen Interessierten offen steht, präsentierte Ossowski schon mal einige der Beteiligten, die amtierenden Weltmeisterinnen Corinna Schwiegershausen, Ute Hoffmann, Regina Glas und Monique Werner (dabei fehlten Jamie Shelden und Christine Aichner) und deren Betreuer Peter Achmüller sowie den Füssener Lokalmatadoren Andreas Becker, auf dem viele Hoffnungen ruhen. Für den Schirmherrn war es dann an der Zeit in den Erinnerungen zu kramen, flog er doch noch zu Zeiten, als von tollkühnen Männern und fliegenden Kisten die Rede sein konnte. Und nannte die WM rund um die Königsschlösser eine tolle Chance, den Menschen diese Gegend und ihre Schätze einmal auf andere Weise zu zeigen. 3-D-Karte im Festzelt Das wird man im wahrsten Sinn des Wortes tun können, wie Ossowski den Medienvertretern zeigte, denn man wird per Livetracking quasi live mitfliegen können. So kann der Zuschauer erstmals bei dieser WM den Flug auf einer google-gestützten dreidimensionalen Karte im Festzelt mitverfolgen, ein System am Drachen sendet alle paar Sekunden die aktuelle Position. Daraus wird Flughöhe und Richtung ermittelt, darauf kann man sehen, wer die Wendepositionen richtig anfliegt oder wer Verbots- oder Mindestflugzonen ignoriert hat. Gestartet werden die Flüge zumeist um 13 Uhr, dann haben die Piloten eine Stunde Zeit, sich eine Position in einem imaginären Zylinder um den Startpunkt zu suchen, um 14 ist dann der Start des Rennens selbst, das die Piloten über Distanzen von 50 bis 100 Kilometer vom Tegelberg, zumeist in südlicher oder südwestlicher Richtung ins Oberallgäu oder nach Österreich führen wird. Dabei zählt, wer die Distanz am schnellsten zurücklegt, was eben mithilfe des Trackingsystems auch erleichtert wird. Aktuell aber stehen noch die Trainingsflüge der Herren und Damen am Tegelberg an, bevor die rund 100 Piloten aus der ganzen Welt dann ab dem 9. Mai um die Medaillen kämpfen. Dafür stehen 14 Tage zur Verfügung im Falle, dass das Wetter nicht immer korrekt mitspielt. Währenddessen ist auch für ein anspruchsvolles Rahmenprogramm gesorgt, weiteres findet sich dazu auf den Internetseiten von www.tegelbergbahn.de und www.wmtegelberg2010.de. sowie der des Hängegleiterverbandes www.dhv.de

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