Luftrettung für die Kameras

ZDF dreht Beitrag über einen spektakulären Einsatz der ARA Luftrettung aus Reutte

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Für die ZDF-Doku-Reihe „Terra Xpress“ stellt das Team der ARA Flugrettung die spektakuläre Selwinden-Bergung auf der Zugspitze an den Originalschauplätzen noch einmal nach.

Reutte – Einen spektakulären Einsatz hat die ARA Flugrettung jetzt für die beliebte ZDF-Doku-Reihe „Terra Xpress“ nachgestellt. Im Oktober 2018 hatte ein Navi zwei junge Burschen auf der Zugspitze in eine alpine Sackgasse geführt.

Sie gerieten in Bergnot. Erst knapp vor Einbruch der Dunkelheit gelang die Rettung durch die ARA Flugrettung mittels Windenbergung. Die Doku wird am 25. August um 18.30 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Navi-Apps am Mobiltelefon zu vertrauen, kann ziemlich ins Auge gehen. Das mussten zwei damals 14-jährige Schüler aus Süddeutschland im Oktober des Vorjahres am eigenen Leib erfahren. Für sie hätte das blinde Vertrauen auf den vom Navi vorgegebenen, falschen Weg auf die Zugspitze fast in einem Albtraum geendet. 

Denn die vom Mobiltelefon angezeigte Route führte nicht auf sicheren Pfaden Richtung Gipfel, sondern direkt in unwegsames Gletscher-Terrain. Als dann noch die Dämmerung über den höchsten Berg Deutschlands hereinbrach, machte sich bei den Abenteurern, die im Urlaub ohne Wissen der Eltern und ohne jede Alpinausrüstung, dafür aber mit einer großen Portion Leichtsinn zu dieser gefährlichen Bergtour aufgebrochen waren, Panik breit. Via Mobiltelefon wurde schließlich ein Notruf abgesetzt. 

Für die alarmierte Bergwacht Grainau war, als der Notruf um exakt 17.44 Uhr einging, sofort klar: Um noch bei Tageslicht auf dem Fußweg zu den Burschen zu gelangen, reicht die Zeit nicht mehr aus. Also wurde der in Reutte stationierte Notarzthubschrauber „RK2“ der ARA Flugrettung angefordert. 

Schon 15 Minuten später lokalisierte die Besatzung des Hubschraubers (Pilot Jörg Straub, Notarzt Jochen Korgitta, Windenoperator Harald Marth und Flugretter Marc Bilgeri) die beiden in Bergnot geratenen „Nachwuchs-Alpinisten“ am Beginn des Gletschers im Höllental. Mit der im Notarzthubschrauber H145 von Airbus fix eingebauten Seilwinde konnten die beiden Jugendlichen knapp vor Einbruch der Dunkelheit aus ihrer nicht ungefährlichen Lage gerettet werden. 

„Die Mischung aus unwegsamen und hochalpinem Gelände hätte die Nacht zu einem völlig unkalkulierbaren Risiko gemacht“, blickt der Bergretter der ARA Flugrettung, Marc Bilgeri, noch heute mit Sorgenfalten auf die bangen Minuten von damals zurück. Kürzlich stellte das Team diesen außergewöhnlichen Einsatz der ARA Flugrettung für die ZDF-Dokureihe „Terra Xpress“ an den Originalschauplätzen rund um die Zugspitze nach. Die Doku über die erfolgreiche Rettungs-Aktion mit dem ARA-Notarzthubschrauber soll einmal mehr drastisch vor Augen führen, wie gefährlich es werden kann, wenn der Mensch blind auf elektronische Hilfsmittel, wie eben das Navi oder Routenplaner, vertraut. 

Zu sehen ist die spektakuläre ZDF-Dokumentation über den Einsatz am Sonntag, 25. August, um 18.30 Uhr.

kb

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