30. Kulturzeit findet in neuen Räumen statt

Drei Gründe für eine besondere Kulturzeit "Huanza"

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Mit einem großen Würfel macht „Huanza“ auf die 30. Kulturzeit vor der neuen Zeillergalerie aufmerksam.

Reutte – „Ich stehe hier und bin überwältigt von dieser neuen Galerie“, sagte Veronika Kunz-Radolf, Obfrau des Galerievereins Reutte und der Außerferner Kulturinitiative „Huanza“, anlässlich der Eröffnung der 30. Kulturzeit.

Obfrau Veronika Kunz-Radolf bei der Eröffnung der neuen Zeillergalerie

Seit 1989 beginnt im Bezirk Reutte alljährlich im Herbst die „fünfte Jahreszeit“ mit Kunst und Kultur in all ihren Facetten. Doch in diesem Jahr war alles ein bisschen anders als sonst: die neue „Zeillergalerie“ wurde offiziell ihrer Bestimmung übergeben, „Huanza“ feierte ihr 30-jähriges Bestehen und Veronika „Vroni“ Kunz-Radolf steht seit zehn Jahren als Obfrau beim Galerieverein und bei „Huanza“ an der Spitze. Sie erinnerte an die unzähligen großartigen und kontrovers diskutierten Ausstellungen, die sie sich auch für die kommenden Jahre wünsche. „Schauen Sie sich um, die Galerie strahlt in neuem Glanz“, verlieh sie ihren Worten Nachdruck. 

Sie dankte allen, die sich für die neue Galerie am Zeiller Platz stark gemacht hatten, dass dieser neue Ort für Kunst und Kultur in Reutte entstehen konnte. Für Reuttes Bürgermeister Alois Oberer ist die neue Galerie ein würdiger Rahmen, Kunst und Kultur zu präsentieren. Der bisherige Galeriestandort, die Dengelgalerie im Dengelhaus, wird derzeit umfangreich restauriert und soll als zukünftiger Trauungsraum neu gestaltet werden – Fertigstellung voraussichtlich Herbst 2020. „Auf der Suche nach Ersatz hat uns der Zufall in die Hände gespielt, denn die Marktgemeinde konnte das Untergeschoss des Zeillerhaus für 300.000 Euro erwerben“, berichtete Oberer. 

Aufgrund der Lage sei das Anwesen ideal für eine Galerie, in der sich Veranstaltungen publikumswirksamer installieren lassen. Ferner teilte er mit, dass weitere 180.000 Euro für den Ausbau investiert worden seien. Zudem betonte er, dass Kunst und Kultur ein unverzichtbarer Bestandteil und diese Investitionen durchaus gerechtfertigt sind. 

Buntes Lichtspiel

Mit der Eröffnungsausstellung unter dem Titel „Menschenbilder“ mit Bildern des 2017 verstorbenen Reuttener Künstlers Rolf Aschenbrenner wurde einer der einflussreichsten Persönlichkeiten Raum gegeben. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt seines künstlerischen Werks – kuratiert von seinen Söhnen Marc und Thomas. 

In ihrer gemeinsamen Laudatio schilderten sie ihren Vater als einen Mann, der Kunst kompromisslos mit voller Kraft und künstlerisch prägend vertrat. „Als naturverbundener Mensch war es ihm ein besonderes Anliegen, jugendliche Künstler zu unterstützen“, so Thomas Aschenbrenner. Besucht werden kann die Ausstellung bis einschließlich 27. September dienstags bis freitags jeweils von 15 bis 18 Uhr bis einschließlich 27. September. Den Abschluss der Eröffnung machte eine Lichtspielprojektion an der Fassade des Gerichtsgebäudes in Reutte, die 30 Jahre Kulturinitiative prachtvoll in Szene setzte. Die nächste Veranstaltung ist eine TV-Parodie in der Bücherei Reutte am morgigen Donnerstag, 12. September, um 19 Uhr in der Bücherei Reutte unter dem Titel „Wer bin ich?“. Die Damen der Bücherei wollen sich dabei dem Vergnügen hingeben, den ehemaligen Klassiker von Robert Lembke als leicht adaptiertes Remake wiederzubeleben.

ed

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