50 Besucher bei der Vernissage

Feinsinnig, intensiv und ausdrucksstark

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Gut zusammengefunden: Sigi Aldenhoff (v. l.), Lore Kienzl, Birgit Kremer, Oskar Imhof, Margarete Bartsch und Gudrun Altmannshofer eröffnen die Ausstellung „Erde und Feuer“.

Roßhaupten – Sie sind zwar höchst unterschiedlich, haben aber doch etwas gemeinsam.

Die drei Künstler Margarete Bartsch, Lore Kienzl und Oskar Imhof stellen derzeit ihre Kunstwerke in der Ausstellung „Erde und Feuer“ in der Museumsgalerie im Roßhauptener „Pfannerhaus“ aus. 50 Besucher kamen jetzt zur Vernissage, um sich die Bilder anzusehen.

Sie seien zwar höchst unterschiedlich, haben aber dennoch eines gemeinsam, sagte die Kunsthistorikerin Birgit Kremer bei der Vernissage zu den Künstlern und ihren Werken. So unterstrich die Laudatorin bei der Eröffnung der Ausstellung „Erde und Feuer“ von Bartsch, Kienzl und Imhof nicht nur deren gemeinsamen Wohnsitz in beziehungsweise bei Landsberg am Lech, sondern auch deren gleiche kreative Schaffensweise mittels Dingen, die aus der Erde kommen und „in Kunst umgewandelt“ wurden. Steht doch laut Kremer der Begriff Erde genauso „für Schöpferisches“, wie es das Feuer „für Umwandlung“ tut. 

Nach einer musikalischen Einleitung von Sigi Aldenhoff mit Gitarre und der Begrüßung durch die Ausstellungskuratorin Gudrun Altmannshofer lobte Kremer „die schönen, tollen Arbeiten in diesen schönen Räumen“ zunächst ganz allgemein, bevor sie einzeln auf die drei Künstler sowie deren Werke einging. Bartschs Bilder „voll leuchtender Farbintensität“, die die Malerin per Ei-Tempera auf die Leinwand gebannt hat, besitzen laut Kremer „viel Tiefe“, so dass man sich in den Gemälden verlieren könne. Ihre Bilder unterstreichen den Ausstellungstitel in besonders starkem Maße, ganz gleich, welche Farbe darin gerade dominiert. Demzufolge betone ein kräftiges Rot wie in einem Werk, das einen Lavafluss darstellt, „Erde und Feuer“ in ähnlicher Weise wie das intensive Blau in „Blaue Berge“. 

Wie Bartsch versuche auch Lore Kienzl in ihren ausdrucksstarken Skulpturen „das Ewige im Flüchtigen festzuhalten.“ In ihren eher kleinformatigen Plastiken in Bronze und Raku, einer speziellen, japanischen Brenntechnik, habe man es zudem „sehr mit Erde und Feuer zu tun.“ Sie stellten „Werke von ungeheurer Präsenz“ dar, was mehr oder weniger auch für Imhofs Skulpturen in Holz und Stahl gelte, die hingegen überwiegend größeres Format besäßen. 

Trotz ihrer Größe seien Imhofs Figuren indes „zart aus dem Holz herausgeholt worden“, verdeutlichte Kremer das Feingefühl, mit dem der Bildhauer beispielsweise seine „Big Mama“ oder ein „Geschwisterpaar“ aus Akazienholz gefertigt habe. „Die drei Künstler haben sich gut zusammengefunden“, erklärte Kremer schließlich und fügte hinzu: „In den Werken ist viel Leidenschaft spürbar.“

lex

Die Ausstellung „Erde und Feuer“ läuft bis Sonntag, 22. Oktober, in der Museumsgalerie in Roßhaupten. Sie ist jeweils freitags von 17.30 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

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