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Drei Soldaten aus der Füssener »Allgäu Kaserne« leisten zwei Monate Dienst in der Mongolei

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Soldat mit Bundeswehr-Fahrzeug in der Mongolei
Die Inventur und Überprüfung der Bundeswehr-Fahrzeuge in der Mongolei gehören zu den Aufgaben der drei Gebirgsversorger aus Füssen. © Bundeswehr

Füssen – Drei Soldaten aus der Füssener „Allgäu Kaserne“ hatten im Herbst einen ungewöhnlichen Auslandseinsatz. Sie traten ihren Dienst in der Mongolei an.

Für einen Soldaten der Bundeswehr gehören Auslandseinsätze wie in Afghanistan oder Mali dazu. In der fernen Mongolei eingesetzt zu werden, ist jedoch ein eher seltenes Ereignis. Für drei Soldaten der 3. Kompanie des Gebirgsversorgungsbataillon 8 aus Füssen ist der Einsatz in einem der am dünnsten besiedelten Ländern der Erde im Herbst jedoch wahr geworden.

Im Rahmen des Ausbildungsunterstützungsverbandes MONGOLEI waren die drei Füssener im Herbst des vergangenen Jahres für zwei Monate dort. Die Soldaten aus Füssen waren in die Mongolei geschickt worden, um die Inventur und technische Überprüfung des dort eingesetzten Materials und der Fahrzeuge vorzunehmen, die von der 1. an die 10. Panzerdivision übergeben werden sollen.

Außerdem ging es bei dem Auftrag um die Sicherstellung der Versorgung des Infanterie-Ausbildungsteams im Terej-Nationalpark und im Camp PSOTC (Peace Support Operating Training Center). Mittlerweile sind sie wieder zurück in ihrer Heimat-Kaserne und können von zahlreichen Eindrücken aus dem exotischen Land berichten. „Die Menschen dort waren sehr gastfreundlich uns gegenüber“, blickt einer der drei Gebirgsversorger zurück.

Land der Gegensätze

Weniger erfreulich aus deutscher Sicht war jedoch das mongolische Klima. „Die klimatischen Bedingungen waren sehr unterschiedlich: als wir ankamen hatten wir tagsüber um die 20 Grad plus. Später dann haben wir auch mal minus 30 Grad gehabt. Im Sommer hat es dort bis zu 40 Grad und im Winter minus 40 Grad“, schildert ein Soldat seine Eindrücke.

Auch das Land an sich machte Eindruck bei den Deutschen: „Es ist im Ballungszentrum sehr modern – teilweise moderner als bei uns. Man kann sogar mit seinem Fingerabdruck bezahlen“, erzählt ein Soldat von seinen ersten Eindrücken.

Kaum Zivilisation

Für Verwunderung sorgten vor allem die krassen Gegensätze in dem asiatischen Land zwischen Russland und China. „Es gab so viele Dinge, die mich sehr überrascht hatten: Der Smog und die Verschmutzung in und um die Stadt herum waren enorm“, berichtet ein Füssener Soldat. Überall liefen außerdem freilaufende Kühe, Wildpferde und Schafe herum – sogar am Flughafen.

Auch die Straßen waren nicht mit denen in der Heimat zu vergleichen: „Der Verkehr war extrem dicht und ein wildes ‚Gewusel‘; trotzdem gibt es dort kaum Unfälle und die Autofahrer sind sehr entspannt.“ Verließen die Soldaten die Stadt, kamen sie sich vor wie in einer anderen Welt. „Um die Stadt herum gibt es keine Zivilisation. Es sah zum Teil aus wie auf dem Mars.“

Für die Spezialisten im Gebirgsversorgungsbataillon 8 sind solche Abwechslungen vom normalen Dienstalltag allerdings keine Seltenheit. „Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte!“, betont einer der drei, der in der Mongolei als Materialbewirtschaftungsfeldwebel für seinen Trupp verantwortlich war.

Nach der Erfüllung des Auftrags ging es für die drei Männer mit vielen positiven Eindrücken wieder zurück nach Füssen in die „Allgäu-Kaserne“, wo sie ihren Kameraden von den Erlebnissen berichteten.

kb

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