Rutschparty und Fackelschwimmen locken die Besucher in Scharen an

Füssen feiert das neue Jahr

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Die Schwimmer der Wasserwacht begrüßen das neue Jahr mit dem traditionellen Fackelschwimmen im eiskalten Lech.

Füssen – „Auf zur Rutschparty!“, hieß es am frühen Abend vor Silvester. Das war zwar schon immer so.

Doch auch Arbeitskolleginnen und -kollegen sollten bei der traditionellen Veranstaltung in der Altstadt ihren Achtstundentag ausklingen lassen. Am zentralen Feierabend-Treffpunkt Kaiser-Maximilian-Platz, den ein Team aus Sicherheitskräften abschirmte, war daher – anders als in den Vorjahren – gegen 18 Uhr bereits eine Ansammlung von geselligen Gruppen zu beobachten.

Als Veranstalter hatte Füssen Tourismus und Marketing (FTM) bei freiem Einritt erstmals zu einer „Afterwork-Party“ eingeladen, die sich gegen 20 Uhr in eine Rocknacht mit der vom Stadtfest bekannten Gruppe „James Bomb“ verwandelte. „Wer in Füssen wohnt, kommt sehr gern zur Rutschparty und genießt hier eine besonders angenehme Atmosphäre. Das gilt auch für uns“, so Helga Hubbes, die mit ihrer Familie in der Altstadt lebt.

Ihr Mann hatte sich mit Bekannten verabredet, alles junge Väter. Die kleine „Papi-Gruppe“ war ins Gespräch vertieft und die beiden Mädchen der Hubbes bissen in die Bratwurst. „Ihnen schmeckt es. Daheim hatten sie keinen Hunger“, lacht die Mutter. Sie ergänzt: „Für die Leute, die im Tourismus arbeiten und an Silvester für die Gäste da sind, ist dieser 30. Dezember die Gelegenheit, auch selbst zu feiern.“ 

Vor der Bühne mit DJ Lars Peter Schwarz tanzten währenddessen schon einige Kinder munter im Kreis. 

Cem Alici, der an einem Getränkeausschank im Einsatz war, freute sich: „Die Rutschparty ist super gelaufen. Es war viel los, mehr als 2015. Aber auf dem schönen Platz herrschte unter den Besuchern überhaupt kein Stress.“ Alici findet es allerdings „schade, dass es erstmals nur diesen einen Abend am Kaiser-Maximilian-Platz gab“. 

Denn Silvester wurde diesmal erstmals am und im Festspielhaus gefeiert (siehe eigener Bericht auf dieser Seite). Im Rückblick war Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier hoch zufrieden darüber, wie die „Rutschparty“ über die Bühne gegangen ist. „Aus unserer Sicht war es eine rundum gelungene Veranstaltung. 

Die Atmosphäre war ausnehmend entspannt. Viele Einheimische und Gäste genossen es sichtlich, sich am Vorabend des Jahreswechsels am Kaiser-Maximilian-Platz zu guter Musik zu treffen.“ In diesem Sinne habe sich „bereits in den vergangenen Jahren das Rendez-vous am 30. Dezember vor der Tourist-Information mehr und mehr zu einem besonders angenehmen Ritual entwickelt.“ Das „stabile Wetter“, so Fredlmeier weiter, „hat zusätzlich entspannend gewirkt – nicht zuletzt für uns als Veranstalter.“ Ohne Schneefall oder gar Regen, dafür aber bei Eiseskälte genossen die Besucher am Lech das traditionelle „Fackelschwimmen“ am Neujahrstag. 71 Aktive der Wasserwacht Ostallgäu begeisterten das Publikum auf der Theresienbrücke und am Flussufer. 

Bei Einbruch der Dämmerung eröffneten die Böllerschützen das Spektakel am ersten Tag im neuen Jahr, das mit einem Feuerwerk ausklang. Die Wasserwachtler schwammen bei zwei Grad Celsius unter der Brücke durch. Kurz vorm Ziel ging dem Führungsschwimmer die Fackel aus. Diese wurde sofort nach dem Ausstieg aus dem Lech wieder entzündet. 

Die lodernde Fackel signalisierte somit ebenfalls den Wunsch, der an der Stelle, wo es wieder auf festen Boden ging, im Dialekt auf ein Plakat geschrieben war: ein gesundes neues Jahr!

Chris Friedrich

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