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Nach Lawinenunglück vom Sonntag

Tegelbergbahn-Chef warnt vor Gefahren auf dem Berg

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Tegelbergbahn-Chef Frank yfried appelliert an Skitourengeher, sich angesichts der möglichen Gefahren auf dem Tegelberg an die Vorgaben zu halten.

Schwangau – Noch bevor sich der Gemeinderat Schwangau bei seiner jüngsten Sitzung im Rathaus mit der offiziellen Tagesordnung befasste, las Bürgermeister Stefan Rinke den rund 15 anwesenden Gemeinderäten ein Schreiben des Geschäftsführers der Tegelbergbahn GmbH & Co. KG, Frank Seyfried, vor.

Dieser wollte den Rat damit „aus gegebenem Anlass“, wie Rinke verlas, über kritikwürdige Verhaltensweisen einiger Skitourengeher im Bereich des Tegelbergs informieren. In seinem Schreiben berichtete Seyfried, dass es „leider immer wieder“ vorkomme, dass sich Skitourengehergeher nicht an die Regeln des Deutschen Alpenvereins (DAV) halten würden.

So prangerte der Geschäftsführer zum Beispiel an, dass insbesondere während der Pistenpräparierung Sperrungen missachtet würden. Scharfe Kritik übte er auch daran, dass Tourengeher währenddessen den Hang hinauf- beziehungsweise „links und rechts der Pistenraupen in einem oft haarsträubenden Tempo“ hinabfahren würden. Seyfried wies in seinem Schreiben daher unter anderem darauf hin, dass Sperrungen aufgrund von Lawinengefahr beziehungsweise Sprengungen „immer zu beachten“ seien. Damit sprach er Bürgermeister Rinke und dem Gemeinderat aus der Seele. 

Man wolle die die Tegelbergbahn laut Rinke „als Gemeinde“ unterstützen. Schließlich sei „die Lawinengefahr auch am Tegelberg ernst zu nehmen“, erklärte er weiter und betonte darüber hinaus: „Auch am Tegelberg gibt es konkrete Gefahren.“ Erst am Sonntag zuvor war auf dem Schwangauer Hausberg ein Kemptener Ehepaar von einer Lawine verschüttet worden, konnte sich aber selbst befreien (der Kreisbote berichtete). 

Das bestätigte auch der stellvertretende Obmann der Schwangauer Lawinenkommission, Lothar Poltmann, der in diesem Zusammenhang bekannt gab, dass die Jugend- und die Fürstenstraße wegen der nach wie vor hohen Lawinengefahr weiter gesperrt blieben. Und Dritter Bürgermeister Peter Helmer gab diesbezüglich zu bedenken, „ob wir nicht Maßnahmen ergreifen.“

lex

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