Stadtrat lobt geringen Flächenverbrauch

EDEKA will in Füssen erweitern und zieht um

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Der neue, rund doppelt so große, EDEKA-Markt mit der Matratzen Concord-Filiale soll auf diesem Areal auf der ostwärtigen Seite der Hopfener Straße gebaut werden.

Füssen – Zu klein und nicht mehr zeitgemäß – der EDEKA-Markt in der Hopfener Straße will deshalb erweitern. Allerdings nicht an seinem jetzigen Standort östlich der Hopfener Straße, sondern in Form eines Neubaus auf dem Areal schräg gegenüberwestwärts der Straße.

Bei den Stadträten im Bauausschuss und der Stadtverwaltung kam eine entsprechende Bauvoranfrage des Supermarkt-Kette gut an: Einstimmig beschloss das Gremium in der vergangenen Woche die Einleitung der erforderlichen Bauleitplanung. 

Mit der Entscheidung für den Neubau gegenüber des jetzigen Standortes hoffen Kommunalpolitik und Verwaltung gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können: Zum einen könne EDEKA, das schon länger nach einem neuen Standort in Füssen suche, so in Füssen gehalten werden, zum anderen die westliche Straßenseite städtebaulich aufgewertet werden. 

„Das ist städtebaulich ein widerlicher Zustand, den wir so nicht akzeptieren“, erklärte Bürgermeister Paul Iacob (SPD). Mittlerweile habe der bisherige Eigentümer das Areal aber verkauft. „Jetzt haben wir die Möglichkeit, diese Fläche städtebaulich zu bereinigen.“ 

Nach Angaben von Bauamtsleiter Armin Angeringer plant EDEKA einen Gebäudekomplex, in dem künftig auch Matratzen Concord („Ein primitiv gestaltetes Gebäude. Das könnten wir jetzt besser lösen.“) untergebracht werden soll. 

Die erforderlichen Parkplätze sollen unter dem aufgständerten Gebäude gebaut werden. Die Supermarktkette plant derzeit mit einer Bruttofläche von 1679 Quadratmetern. Dazu sollen noch 400 Quadratmeter für das Matratzen-Geschäft kommen.

 Um den Weg dafür frei zu machen, ist allerdings eine Änderung des Bebauungsplans „Moosangerweg“ erforderlich, die nun in die Wege geleitet werden soll. Denn sogenannte zentrenrelevante Sortimente, die EDEKA eben anbietet, sind dort bislang nicht zulässig, um Konkurrenz für die Innenstadt zu vermeiden. 

Deswegen muss auch ein Gutachten erstellt werden. „Wenn der Gutachter sagt, es sollen nur 1200 Quadratmeter werden, dann werden es nur 1200 Quadratmeter“, so Angeringer auf Nachfrage von Herbert Dopfer (Füssen Land) nach der Verträglichkeit der geplanten Vergrößerung.

Auch Stadträtin Christine Fröhlich (FWF) verwies auf das erst unlängst verabschiedete Einzelhandelskonzept. „Wir sollten laut dieser Untersuchung keinerlei Wachstum mehr haben“, wandte sie ein. 

Großer Bedarf

Bürgermeister Iacob verwies in diesem Zusammenhang auf das geplante neue Wohngebiet im Füssener Norden (der Kreisbote berichtete mehrfach). „Da brauchen wir schon einen Versorger da draußen!“ Das derzeitige Gutachten berücksichtige nicht, „dass wir dort einen völlig neuen Ortsteil aufbauen wollen!“ 

Daher müsse die Untersuchung den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Die Kosten für die Bebauungsplan-Änderung soll übrigens EDEKA im Rahmen eines städtebaulichen Vertrags übernehmen. 

Breite Zustimmung

Bei den Stadträten kam die Bauvoranfrage im Übrigen gut an. So lobten sowohl Ursula Lax (CSU) als auch Wolfgang Bader von der SPD-Fraktion, dass für den Bau der Parkplätze keine zusätzlichen Flächen überaut werden müssen. „Ich finde es gut, dass der Flächenverbrauch minimiert wird“, sagte Bader. 

Er regte jedoch an, mit EDEKA darüber zu sprechen, ob es nicht möglich sei, über dem Supermarkt noch Wohnungen zu bauen. Das sei mittlerweile ein gängiges Vorgehen. „Da gibt es tolle Anlagen!“ 

Zweifel an den derzeit vorgesehenen Überlegungen über die Zufahrtsmöglichkeiten für Lieferverkehrs äußerte hingegen BfF-Stadtrat Dr. Martin Metzger. „So, wie es jetzt aussieht, klappt das gar nicht“, erklärte er. Auch dieser Punkt solle in der Bauleitplanung angesprochen und geklärt werden, wurde ihm zugesichert.

mm

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