Finanzierung für Spielplatz steht

Ein möglicher Standort für einen Spielplatz wäre hier am südlichen Ende des Kurparks. Foto: Knoll

Füssen – Neues zum Spielplatz nahe dem ehemaligen Kurhausgelände hatte Bürgermeister Paul Iacob vor kurzem im Bauausschuss zu berichten. Die Stadt habe sich mit Grundstückseigner Josi Kreuzhagen geeinigt, dass er mit dem Arbeitskreis Spielplatz ein Konzept erarbeiten und es finanzieren wird. 

Ursprünglich war im Stadtrat von zwei möglichen Standorten die Rede (der Kreisbote berichtete): Der eine liegt südlich am Kurpark und gehört Kreuzhagen, der andere befindet sich im Osten neben der Turnhalle und ist im Besitz der Stadt. Doch an der Turnhalle wolle man nun nicht mehr bauen, sagte Iacob. Denn die TSG fordert in dem Fall einen Zaun um den Spielplatz, damit die Kinder nicht auf die Tartanbahn fahren. Da die Stadt aber einen frei zugänglichen Spielplatz wolle, hat sie sich nach einem anderen Standort umgesehen. Der grenzt an das Sportgelände, ist flach und liegt im Sonnenlicht. Der Platz im Kurpark läge dagegen an einem Hang und im Schatten. 

Doch gerade in der Hanglage „kann man gigantische Sachen machen“, warf Ilona Deckwerth (SPD) ein und forderte deshalb diese Variante in die Planung mitaufzunehmen. Auch Magnus Peresson (UBL) fand den Spielplatz „in der Kurve absolut schön“. Für Kinder sei das interessant, da könnten sie im Winter auch Schlittenfahren. Außerdem seien sie hier besser vor Lärm und Abgasen geschützt. 

Ein ganz anderes Problem hatte hingegen Martin Lochbihler (CSU) und Dr. Anna Derday (Freie Wähler). Im Bebauungsplan habe man versäumt einen Kinderspielplatz einzuplanen, sagte Lochbihler. Deshalb stand Kreuzhagen ein Bebauungsplatz mehr zur Verfügung. „Wenn wir das ausbügeln, dann schon gescheid.“ Deshalb schlug er vor, die Entscheidung zurückzustellen, um zu prüfen, wie viel ein guter Spielplatz kosten werde. Denn die 10.000 Euro, die Kreuzhagen im Stadtrat angekündigt hatte, investieren zu wollen, reichen für einen „ordnungsgemäßen Spielplatz in keinster Weise aus“, sagte Lochbihler. Auch Derday meinte, dass die Stadt vom Bauwerber erwarten könne mehr zu investieren, wenn sie dafür den Spielplatz auf städtischem Grund baue. 

In dem Neubaugebiet entstehen nur Zweifamilienhäuser und für solche schreibt das Baurecht keinen Spielplatz vor, rechtfertigte sich Iacob. Die Stadt habe von sich aus gesagt, dass sie hier einen Spielplatz haben will. Dass der jetzt nicht mitten im Baugebiet steht, habe den Vorteil, dass Anwohner nicht durch Kindergeschrei gestört werden. Mit Kreuzhagens Angebot bekomme die Stadt einen „Spielplatz, der uns nichts kostet und der von allen Kindern genutzt werden kann“, sagte der Füssener Rathauschef. 

 Am Ende entschied sich das Gremium einstimmig dafür, dass der AK Spielplatz zusammen mit Kreuzhagen und der Stadtverwaltung prüfen soll, an welchem der beiden Standorte der Spielplatz hin soll. Über die Entscheidung soll der Bauausschuss dann erneut abstimmen. Finanzieren soll das Projekt Kreuzhagen. kk

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