Ehre für Leistung und Engagement

Ein paar der zu Ehrenden konnten Bürgermeister Paul Iacob bei der Sportlerehrung am vergangenen Freitag gar nicht auszeichnen. Während die Eishockeyjunioren gerade spielten, bereiten sich die Curler bereits auf den nächsten Einsatz vor. Ein gutes Dutzend Füssener Sportler wird den Namen der Stadt in Vancouver bei den Olympischen Winterspielen vertreten. Trotzdem hatten Karin Ketterl von der Interessengemeinschaft Füssener Sportvereine (IFS) und der Sportbeauftragte Markus Gmeiner noch genügend Medaillen zu verteilen, unter anderem an den Sportler des Jahres. Außerdem gab’s wieder eine finanzielle Aufmerksamkeit für die 20 sportlich aktiven Vereine.

„Die Sportlerehrung hat sich bewährt“, so Karin Ketterl, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Füssener Sportvereine (IFS). Zum 23. Mal wurden die besten Sportler Füssener Vereine durch die Stadt geehrt wobei neben den Medaillen für die Leistungen auch wieder eine finanzielle Zuwendung vergeben wurde. Fast 34 000 Euro hat der Stadtrat, seit Jahren im übrigen in gleicher Höhe, den 20 Vereinen bewilligt, dazu kam die Jahresspende der Sparkasse Allgäu in Höhe von 13000 Euro an die IFS, die diese Spende ebenfalls an die Vereine weitergab. Seit über 20 Jahren Vor 20 Jahren hatte der damalige Bürgermeister Paul Wengert die Sportlerehrung, inzwischen als „Sport-Champions-Treff“ populär, initiiert. 23 Mal wurden seitdem Medaillen vergeben für Sportler, die in ihre Sportart gute bis beste Plätze und Titel nach Füssen geholt haben, wie in diesem Jahr etwa die Karatekas des Füssen-Schwangauer Karate Dojos, Edip und Melanie Müneyyirci, sowie Nadine Binder die Silber beziehungsweise Bronze erhielten. Müneyyirci ist etwa schwäbische Juniorenmeisterin, Nadine ebenfalls schwäbische Meisterin und bayerische Vizemeisterin im Karate Kumite. Goldene Medaillen gingen unter anderem an die Eissportarten Eisstockschießen (Europameisterin Ulrike Lachenmayer) und die Füssener Curler vom Team Kapp, die bereits zur Olympiade nach Vancouver abgereist sind. Fit mit über 80 Natürlich darf beim Wintersport der EV Füssen nicht fehlen, der mit den Knaben Bronze, mit den Junioren Silber und mit der Jugend Gold holte. Ebenfalls Gold ging an die Baseballer und die Segler sowie den Senior der Füssener Tennisspieler, Erwin Wäspy, der in der Kategorie 80 Plus ausgezeichnet wurde und Vizeeuropameister und deutscher Vizemeister im Doppel ist sowie bei den deutschen Meisterschaften den dritten Platz belegt hat. Spannend wurde es dann nochmals bei der Auszeichnung für den Sportler und den Trainer des Jahres sowie die Verdienste um den Sport. Markus Gmeiner zählte zunächst die möglichen Kandidaten auf, darunter die Herrenmannschaft des Curling Clubs Füssen und Jugend- sowie dien Juniorenmannschaft des EV Füssen und die Eisstockschützin der ESG Füssen, Ulrike Lachenmayer. Alte Bekannte nominiert Alle Mannschaften sowie Lachenmayer waren in den vergangenen Jahren bereits Sportler des Jahres und hatten sich durch ihre Erfolge in den vergangenen Jahren wieder dafür qualifiziert. Dennoch machte diesmal ein „Sommersportler das Rennen“, der Segler Bob Bayer, der den 5. Platz bei der Weltmeisterschaft im A-Cat Segeln belegt hat und Europameister im A-Cat Segeln sowie Deutscher Meister im A-Cat Segeln wurde. Für seine Verdienste um den Sport wurde der Magnus Doser vom Fußballclub Füssen mit der Ehrennadel der Stadt ausgezeichnet. Doser ist seit 1952 Mitglied des FCF und kümmert sich seit 15 Jahren um den Platz und die Gerätschaften des Vereins, so Markus Gmeiner in seiner Laudatio. Über den Volleyball und Tennis kam der „Trainer des Jahres 2009“ zum Sport, ließ Karin Ketterl die Vita von Curling-Coach Oliver Axnick Revue passieren. Der 40-Jährige Füssener, der bei Olympia 2006 seine aktive Laufbahn beendete, betreut als Trainer nach wie vor die Füssener Curler, jetzt gerade in Vancouver. Axnick verstehe es als Teamplayer den Teamgeist in den Vordergrund zu stellen, so Ketterl. Und weiter: „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“ zitierte die IFS Vorsitzendeden Trainer des Jahres, der damit seine Leidenschaft für den Sport auf andere übertrage. Nun könne man nur noch hoffen, dass auch bei Olympia 2010 der funke überspringe und damit den Namen der Stadt Füssen über die Grenzen hinaus trage.

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