Zu Ehren des dichtenden Retters

DI Armin Walch (v.l.), Heinrich Schlichtherle, Christine Storf, Klaus Schnitzer, Erika Schennach, Dietmar Koler und Klaus Schennach mit dem Bild, das Friedl Schennach zeigt. Foto: privat

Von 1969 bis 1999 hatte sich Friedl Schennach mit viel Herzblut und Liebe um die Erhaltung der Ruine Ehrenberg gekümmert, was ihm den ehrenvollen Titel „Retter der Ruine Ehrenberg“ einbrachte. Nun bekam der Burgenverein ein Bild gestiftet, das Friedl Schennach darstellt.

Friedl Schennach wurde in seinem Schaffen von zahlreichen treuen Weggefährten unterstützt, unter anderem von Heinz Glätzle, Edi Ammann, Altbürgermeister Siegfried Singer, vielen Mitgliedern der Feuerwehr und Reuttener Vereinen. Nach 30 Jahren Einsatz auf Ehrenberg bat Friedl Schennach im Jahre 1999 den mit der Sanierung der Klause und des Schlosskopfs befassten Architekten Armin Walch, sein begonnenes Werk auf der Ruine fortzusetzen, was dieser gerne versprach und auch umsetzte. Friedl Schennach war aber auch ein Reuttener Original, und der Künstler Wolfgang Mair malte Schennach, auf dem Mauerwerk der Ruine sitzend, und eines seiner berühmten Gedichte vortragend. Selbst in der Kulturabteilung des Landes Tirol waren die Gedichte von Friedl Schennach bekannt, schrieb er doch seine Förderanträge für die Ruine Ehrenberg in Gedichtform, sicherlich einzigartig. Das letzte Ansuchen des Jahres 1998 hatte folgenden Wortlaut (auszugsweise): „(…) Und hofft mit hoffnungsvollem Sehnen auf die Güte der Mäzenen, die dem Bitten-Wiederkäuer in dem welken Burggemäuer helfen – ohne Blutvergießen weil Lücken dort zu schließen. (….) Leider hat sich Dach und Mauer verabschiedet an diesem Tower, denn es hat der Zahn der Zeit sie von der Gegenwart befreit. Wo dereinst die Büchsen knallten, woll’n die Mauer wir erhalten, zu diesem Zweck geb` tolerant der Herr Dir eine off`ne Hand.“ Als Anerkennung für den Einsatz zur Rettung der Ruine Ehrenberg ersteigerten die Vorstände der Elektrizitätswerke Reutte, DI Dr. Heinrich Schlichtherle und Mag. Klaus Schmitzer, bei einer Benefizveranstaltung dieses Bild und übergaben es nun im Beisein der Witwe von Friedl, Erika Schennach, und ihren beiden Kindern Christine und Klaus an den Obmann des Vereins Europäisches Burgenmuseum Ehrenberg, Dietmar Koler und Geschäftsführer Architekt DI Armin Walch. Bei diesem Zusammentreffen erzählte Erika Schennach ein paar Anekdoten aus dem Leben und Wirken ihres Mannes auf der Ruine Ehrenberg und es wurde ein Teil Reuttener Geschichte wieder lebendig.

Auch interessant

Meistgelesen

Hauptsache dabei sein
Hauptsache dabei sein
Drogenrazzia in Asylunterkunft 
Drogenrazzia in Asylunterkunft 
Motorradfahrer schwer verletzt
Motorradfahrer schwer verletzt
Alle Türen stehen weit offen
Alle Türen stehen weit offen

Kommentare