Alfred Köpf, Josef Schneidberger und Josef Wineberger erhalten Auszeichnung der Gemeinde

"Silberner Schwan" für verdientes Trio

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Bürgermeister Stefan Rinke (v.l.) mit den drei neuen Trägern des „Silbernen Schwans“, Josef Wineberger, Alfred Köpf und Josef Schneidberger.

Schwangau – In der traditionellen Weihnachtssitzung des Schwangauer Gemeinderates zeichnete Bürgermeister Stefan Rinke auch heuer wieder verdiente Mitbürger mit dem „Silbernen Schwan“ aus.

Heuer konnte er unter anderem dem Kirchenpfleger und Bergwachtretter Alfred Köpf ehren, den engagierten Sportler Josef Schneidberger und Josef Wineberger, Rückgrat des Faschingsvereins. 

Das Ehrenamt stehe an diesem Abend im Mittelpunkt, sagte Rinke bei der Begrüßung seiner Gemeinderatsmitglieder, Verwaltungsmitarbeiter und der zu Ehrenden. Und das in zweifacher Hinsicht: „Das sind die Gemeinderäte“, so Rinke, „die Gesichter des Ehrenamtes. Die ihre Zeit opfern im Dienste der Gemeinde“. Und da seien die Träger des „Silbernen Schwans“, den die Gemeinde gestiftet habe, um die Ehrenamtlichen, die in diesem Fall im Hintergrund wirken, für ihre Verdienste zu würdigen. 

Die Gemeinde habe, so Rinke, im vergangenen Jahr wieder viel – vor allem auch Großprojekte – auf den Weg gebracht. Auch wenn das oft nicht so schnell passiere, wie manch einer sich das vielleicht wünsche. Leider aber werfe die Bürokratie den Kommunen genug Knüppel zwischen die Beine. „Dem kommen wir nicht aus“. 

Allein das Vergaberecht sei ein wahres Monster, mit dem auch eine kleine Verwaltung zu kämpfen habe, so Rinke mit Blick auf die Formalien, die mittlerweile zu beachten seien. „Wir wollen das ja auch alles richtig machen. Und das stellt uns vor richtig große Herausforderungen. Trotzdem denke ich, dass wir zufrieden sein können“. 

Rinke fügte mit Blick auf das bevorstehende neue Jahr an, dass nun bald Halbzeit in der Legislaturperiode sei. Er sei sich sicher, dass die Mehrheit der Bürger in Schwangau mit der Arbeit des Gremiums zufrieden sei. Dabei war sich der Bürgermeister aber der Tatsache bewusst, dass „Politik wieder mehr in den Vordergrund des Interesses (der Bürger)“ rücken müsse. Die Weltpolitik strahle aus bis in alle Bereiche und sogar bis ins Dorf hinein, so Rinke. Mittlerweile stehe man als Politiker im Dorf an der Front. „Wir sind die Gesichter, die der Bürger am nächsten hat. Wir sind die Politiker, die greifbar sind“. 

Kommunalpolitiker seien die Ansprechpartner für die großen und kleinen Anliegen. Auch deshalb seien die Räte bemüht, sachlich und demokratisch miteinander umzugehen „Wir können zufrieden sein“, schloss Rinke seinen Jahresrückblick ab. 

21 Ausgezeichnete

Mittlerweile gebe es 21 Mitbürger – die drei des Jahres 2016 eingeschlossen – die Träger des „Silbernen Schwans“ sind. Das Verhältnis zwischen Trägerinnen (zehn) zu Trägern (elf) sei dabei ausgeglichen. 

Mit Josef Wineberger, Alfred Köpf und Josef Schneidberger kamen am vergangenen Donnerstag drei neue Bürger hinzu, die über zum Teil Jahrzehnte mit ihren Aktivitäten in den Vereinen für das Dorf und ihre Mitbürger gearbeitet, vor allem aber im Hintergrund gewirkt haben. 

Wie Josef Wineberger, der seit fast 40 Jahren im Faschingsverein aktiv ist. Er war selbst Prinz, in den 1980-iger Jahren im Elferrat und zwischen 1989 und 2000 Präsident des Vereins. Über viele Jahre hinweg hatte Wineberger, dessen Frau auch eine der Damen aus dem Gunglhos war, sogar die Bühnendekoration gebaut. Noch immer wird die Vereinsfahne im Hause Wineberger verwahrt und von ihm ausgegeben. 

Bekannt dürfte Wineberger den jüngsten Schwangauern vor allem durch sein Wirken am und um den Nikolaustag herum sein. Schließlich ist er das Alter ego des Heiligen, der am kulinarischen Nikolausmarkt wirkt und auch in die Häuser kommt. 

Die Silhouette Schwangaus maßgeblich geprägt hat hingegen Alfred Köpf. In seine Zeit als Kirchenpfleger fielen nämlich die Sanierung der Waltenhofener Pfarrkirche der Kirche St. Georg im Dorf. Damals wurde deren Turm rekonstruiert und der ursprüngliche Spitzhelm wieder aufgebaut. 

Köpf war auch für die 1250-Jahrfeier der Waltenhofener Kirche verantwortliche und wirkte bei der 1000-Jahrfeier von St. Coloman und der vorangegangenen Sanierung der Wallfahrtskirche ebenfalls mit. 

Aktiver Bergretter

Darüber hinaus trat Köpf im November vor 50 Jahren der Bergwacht bei und war an mehr als 100 Einsätzen beteiligt, wie Rinke in seiner Laudatio sagte. Unter anderem als Einsatzleiter rettete er zusammen mit den Kameraden vielen Menschen das Leben. Auch im Trachten- und Heimatverein sowie dem Veteranenverein war Köpf aktiv, unter anderem als Vorstand oder Vize. 

Das gilt auch für den Dritten im Bunde, Josef Schneidberger, der ebenfalls seit vielen Jahrzehnten im TSV Schwangau aktiv ist. Anfangs als Übungsleiter und Vorturner, war Schneidberger zwischen 1972 und 84 Vorstand des Vereins und brachte dabei die Leichtathletikanlage und den Fußballplatz auf den Weg und förderte die Sparten Ski nordisch und Ski alpin. Besonders hob Rinke hervor, dass Schneidberger die Deutsche Meisterschaft der Geher nach Schwangau geholt habe. Unter seiner Vorstandschaft entwickelte sich auch das Dorfsportfest, das heuer sein 40. Bestehen feierte. 

Darüber hinaus ist Schneidberger im Tennisclub engagiert. „Du stehst den Sportlern noch immer mit Rat und Tat zur Seite“, so Bürgermeister Rinke.

Oliver Sommer

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