Mit einer Prämie zeichnet das Land Tirol 45 Lehrlinge für ihr besonderes Engagement aus

Ein Anreiz für bessere Bildung

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Lachende Gesichter bei der Begabtenförderungsfeier in der Wirtschaftskammer Reutte: Landesrat Johannes Tratter (v.l.), Anneliese Schennach (Ausbilderin), als Begabteste Janine Drewes vom Finanzamt Landeck Reutte, und Wirtschaftskammerobmannstellvertreter Hansjörg Schimpfösl.

Reutte – Mit der Gewährung einer Prämie würdigt das Land Tirol Lehrlinge, die sich während ihrer Ausbildung in der Berufsschule und im Betrieb besonders engagieren.

„Die Begabtenförderung ist nicht nur ein individueller Leistungsanreiz, sondern ein Beitrag dafür, das allgemeine Ausbildungsniveau bei Lehrlingen anzuheben. Darüber hinaus ist es mir wichtig, immer wieder den Blick der Öffentlichkeit auf die vielfältigen Potenziale der dualen Ausbildung und die Bedeutung der Lehre für den Wirtschaftsstandort Tirol zu lenken“, informiert dazu Landesrat Johannes Tratter. 

Der Tiroler Arbeitslandesrat als zuständiges Regierungsmitglied überreichte im Rahmen einer Feier in der Bezirksstelle der Wirtschaftskammer Reutte kürzlich entsprechende Urkunden förderungswürdigen Lehrlinge aus dem Bezirk Reutte. In Tirol gibt es über 180 verschiedene Lehrberufe. Insgesamt absolvierten in Tirol im Jahr 2013 über 12.000 junge Menschen eine Lehre. Im Bezirk Reutte bilden aktuell 213 Lehrbetriebe 686 Lehrlinge aus – eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Die stärksten Sparten sind Gewerbe und Handwerk (36,4 Prozent), gefolgt von der Industrie (28,8 Prozent)(Quelle: Lehrlingsstatistik 2013 der WK Tirol). 

Hohe Anforderungen 

Die Begabtenförderung des Landes ist eine Anerkennungsprämie für herausragende Leistungen während der Lehrausbildung. Die Prämien liegen zwischen 50 und 290 Euro und werden vier bis fünf Mal jährlich im Rahmen einer Feier persönlich übergeben. Mehr zu tun als unbedingt notwendig lohnt sich. Das stellte sich einmal mehr heraus, als im Saal der Wirtschaftkammer in Reutte Lehrlinge ausgezeichnet wurden. Im Beisein zahlreicher Honoratioren, Bürgermeistern und Firmenvertretern kamen 45 Lehrlinge in den Genuss der Begabtenförderung und wurden vor den Vorhang gebeten. 

Maximal zwei „Gut“ im Berufsschulzeugnis, eine positive Beurteilung durch den Lehrbetrieb und die Zuerkennung des Goldenen Leistungsabzeichens beim Lehrlingswettbewerb der Wirtschaftskammer waren Grundvoraussetzungen um im Reigen der „Begabten“ mitzutanzen. Wenig verwunderlich, dass der Leitbetrieb des Außerferns, Plansee SE, das Gros der Geförderten stellte. Nicht weniger als 19 Preisträger bewiesen den guten Ausbildungsstand beim heimischen Großbetrieb. Die Elektrizitätswerke Reutte (EWR), Spar und Maschinenbauer Urban folgten sozusagen auf den Plätzen. Den Vogel aber schoss Janine Drewes ab. 

Die Reuttener Steuerassistentin im 3. Lehrjahr, ausgebildet von Anneliese Schennach vom Finanzamt Landeck-Reutte, war die absolut Beste im Reigen der begabten „Azubis“. Sie dürfte in Zukunft Steuersündern das Leben mehr als schwer machen. In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit, auch in Tirol, so Landesrat Tratter in seinen Ausführungen beim Festakt, müssten sich gut Ausgebildete keine Sorgen machen. Für Facharbeiter, die überall fehlen, seien die Beschäftigungsaussichten mehr als gut. 

Nicht ohne den Dank an Lehrbetriebe, an die Schule und die Eltern loszuwerden, stellte Landesrat Tratter aber vor allem die Bemühungen der Lehrlinge in den Vordergrund. „Die Leistung muss schon der Lehrling erbringen. Dafür muss den engagierten jungen Leuten die Wertschätzung aller entgegengebracht werden“ meinte das Regierungsmitglied und lud zum Buffet.

niko

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