»Ein Auto für Verrückte«

Was den Bekanntheitsgrad angeht, steht die Marke wohl etwas im Schatten des britischen Nobelauto-Bauers Rolls-Royce, für Liebhaber aber geht nichts darüber. Die Rede ist von der englischen Automarke Morgan. Über 100 Morgan-Karossen tummelten sich am vergangenen Samstag in der Füssener Innenstadt anlässlich des 14. internationalen Morgan-Treffens.

Ein Morgan, das bedeutet in erster Linie Leidenschaft, nicht unbedingt Komfort. „In einen Morgan regnet es rein und da klappert es, der wird noch wie früher von Hand zusammengeschustert“, sagt Heinz Kamdziora, der das Treffen organisiert hat. Er selbst besitzt zwei Exemplare. „Ein Morgan ist einfach ein Auto für Verrückte“, lacht er. Und so ein bisschen ist es auch ein verrücktes Auto. Denn eines der vielen Gefährte, die am Schrannenplatz die Blicke auf sich zogen, war im Gegensatz zu allen anderen Autos gar kein Oldtimer. In seiner Form den Karossen von Anno dazumal nachempfunden, war das silberne Gefährt ein auf 100 Exemplare limitierte „Sonderausgabe“ eines „Aeromax“ mit 375 PS. Gebaut wurde es anlässlich des 100. Geburtstags der Firma Morgan im vergangenen Jahr. Aus Rumänien hatte sein Besitzer sich auf den Weg ins Ostallgäu gemacht. Insgesamt 122 Autos aus neun Ländern waren in Füssen präsent, wie Kamdziora am Stadtbrunnen erklärte, als er, umrahmt von Dudelsackmusik, sich bei der Stadt Füssen für die Gastfreundschaft bedankte. Nachdem die Fahrer mit Gleichgesinnten und Passanten ausgiebig gefachsimpelt hatten, ging es zunächst weiter auf Burg Ehrenberg und dann zum Zielort nach Jung holz.

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