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Ein neuer Vorstand für den Riedener Veteranenverein

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Von: Matthias Matz

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Vorstand Veteranenverein Rieden
Die neue Vorstandschaft möchte mit ihrem Engagement den Fortbestand des ältesten Vereins in Rieden sichern. Vorstand Willy Zettl (v.l.), Markus Janda (Beisitzer), Kevin Glöggler (Schriftführer), Stefan Glöggler (Beisitzer), Werner Haug (stellvertretender Vorsitzender), Max Hagen (Beisitzer) und Christian Kast (Kassier). © ed

Rieden a. F. – Mit Willy Zettel als Erstem und Werner Haug als Zweitem Vorsitzenden hat der Veteranenverein Rieden a.F. wieder einen Vorstand. Damit ist der Fortbestand des ältesten Vereins in der Gemeinde gesichert.

Im Februar 2020 war der damalige Vorsitzende des Veteranen- und Reservistenvereins Rieden a. F. nach diversen anonymen Anschuldigungen gegen ihn, „rechtes Gedankengut“ im Verein zu verbreiten, zurückgetreten und hatte den Verein damit in eine prekäre Lage gebracht. Mit ihm trat der die gesamten Vorstandschaft zurück, die den Verein fortan nur noch kommissarisch vertrat. Auch sie hatte sich von den vorgeworfenen „rechten Aktivitäten“ distanziert.

In den folgenden Wochen und Monaten war es nicht gelungen, eine neue Vorstandschaft zu etablieren und der Verein stand kurz vor der Auflösung. Nun ist es doch nach nochmaligen intensiven Bemühungen gelungen, den Verein davor zu bewahren.

Mit Willy Zettl als neuem Vorsitzenden und Werner Haug als sein Stellvertreter konnten bei der gut besuchten Mitgliederversammlung im „Haus am Kalkofen“ jetzt zwei Kandidaten durch die kommissarische Leitung vorgeschlagen werden. Auch die erforderlichen Beisitzer standen zur Wahl.

Zuvor jedoch musste eine Satzungsänderung vorgenommen werden, die ermöglichte, auch Personen, die nicht zur Gruppe der Veteranen bzw. Reservisten gehören in den Vorstand gewählt werden können. Dies war nach den bisherigen Vereinsstatuten zwingend vorgeschrieben. Bei den anschließenden Wahlen bestätigte die Versammlung mehrheitlich alle vorgeschlagenen Kandidaten.

Zuvor hatte Thomas Streif als Sprecher des kommissarischen Vorstands noch einmal kurz die schwierige Situation vor eineinhalb Jahren geschildert, die nun ein glückliches Ende genommen hat. Er wünschte den neuen Verantwortlichen eine harmonische Zusammenarbeit und forderte gleichzeitig einen respektvollen Umgang seitens der Bevölkerung. „Unsere Bemühungen, den Fortbestand des Vereins zu sichern, ist gelungen.“

In seiner Antrittsrede verurteilte der neue Vorsitzende Zettl das an den Pranger stellen der seinerzeit Verantwortlichen im Schutz der Anonymität und bezeichnete es als Schande, dass ein Ehrenamt so mit Füßen getreten wurde. Ein Verein, der seiner gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden ein bleibendes Gedächtnis vermittelt, habe es nicht verdient auf diese Art und Weise diffamiert zu werden. „Wir dürfen den Verlust und Bezug zur Geschichte nicht verlieren und weiter das Gedenken an die Opfer hochhalten!“, betonte er.

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