Gemeinderat spricht sich mehrheitlich für eine Weiterentwicklung aus

Skizentrum wird modernisiert

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Nicht zuletzt Familien und Anfänger stehen bei der nun beschlossenen Modernisierung des Pfrontener Skizentrums im Vordergrund.

Pfronten – Die Würfel sind nach langen und zähen Diskussionen gefallen: Mit der mehrheitlichen Zustimmung zu vier Teil-Beschlüssen hat der Pfrontener Gemeinderat am Donnerstagabend in seiner öffentlichen Sitzung die Weiterentwicklung des Skizentrums in Steinach beschlossen.

Damit zogen die Ratsmitglieder nach monatelangen erbitterten Debatten einen vorläufigen Schlussstrich unter die Diskussion, in der es nicht zuletzt um die Weiterentwicklung des wintertouristischen Angebotes des Ortes ging.

 Vor vollem Haus im Pfarrheim St. Nikolaus hatten zuvor alle 19 Räte (zwei waren entschuldigt) ihre Argumente des „Für und Wider“ zu den vorgelegten Änderungen eingebracht. Bedenken gab es vor allem wegen der veranschlagten Kosten von über fünf Millionen Euro und die befürchteten Eingriffe in die Natur bei der Modellierung bzw. Egalisierung des Hanges und bei der Verlegung der Leitungen, die bis zum Tiroler Stadl führen sollen. 

Die Argumentationen waren zusammengefasst, aber die gleichen wie bei der großen Informationsveranstaltung am 9. Februar (der Kreisbote berichtete mehrfach). „Beschluss-A 2015“ vom Donnerstagabend sieht vor „mit den Inhabern der Gießwasserrechte über die Entnahme einer Wassermenge von 60 Litern in der Sekunde zu sprechen und diese dauerhaft zu sichern“. Sollte es dazu keine Einigung geben, „wird der Gemeinderat beauftragt und die Gemeindeverwaltung aufgefordert, die Wasserentnahme aus dem Gießer und die Leitung zur Pumpstation in der Gemarkung Steinachpfronten neu einzurichten und die Entnahmestelle bis zum Pumpenhaus zu realisieren“. 

Darüber hinaus soll „das geplante Betriebsgebäude Technik, Pumpen und Elektrik ausgeschrieben und umgesetzt“ werden. Die „Leitungen für Beschneiung, Kanal und Versorgungsleitung Tiroler Stadl sind bis in den Bereich Bergstation Familienlift, inklusive dem äußerst maßvollen Ausbau einer zweiten Pistenvariante für den Familienlift zu realisieren“. Die dafür veranschlagten Kosten von 1,9 Millionen Euro netto für das Skizentrum sowie 140.000 Euro netto für den Kanalanschluss Tiroler Stadl sind in den Haushalt 2015 einzustellen, um die Maßnahmen umzusetzen. Hierfür sprachen sich 15 der 19 Gemeinderäte aus. 

Familien im Fokus 

Neben der Fortführung und Ergänzung der Beschneiungs-, Kanal- und Versorgungsleitungen bis zum Tiroler Stadl und einer alternative Prüfung der Leitungsverlegungen in den Lifttrassen, wurden in „Beschluss-B 2016“ die vorgesehenen Maßnahmen zur Hang- und Wegesicherung – besonders an der Querfahrt „Heuriesel“ – einschließlich eines Sicherungsnetzes am Weg festgelegt. Dafür stimmten 16 Gemeinderatsmitglieder. Verbesserungen an der Liftspur und eine Liftspursicherung am Standardlift sind ebenso vorgesehen wie die Umsetzung des „Landschaftspflegerischer Begleitplans“. 

Und zur weiteren Attraktivierung und Belebung des Skizentrums soll außerdem für Familien und Anfänger eine weitere Beförderungsanlage im unteren Bereich angeschafft werden. Die Verwaltung ist dazu aufgefordert, die dafür nötigen zwei Millionen Euro netto als Haushaltsmittel in den Haushalt 2016 einzustellen. Darüber hinaus forderte das Gremium mit 17:2 Stimmen die Verwaltung auf, für den notwendige Bau des Fahr- und Fußweges sowie den Rückbau des Wiesenwegs auf dem Heuriesel für 2017 265.000 Euro in den Haushalt einzustellen. 

Einstimmig war hingegenn das Abstimmungsergebnis zum „Beschluss-D“, mit dem die Verwaltung beauftragt wird, alle relevanten Gründstücksangelegenheiten zu klären und eine nachhaltige Nutzung zu sichern.

Johanna Lang

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