Jörg Häusler spricht über seinen privaten Hilfseinsatz in Indien

"Die Armut ist unvorstellbar"

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Mit Hilfe von Bildern berichtet Jörg Häusler von seinen Erlebnissen in Indien.

Schwangau – Indischen Kindern haben jetzt Jörg Häusler und seine Frau Bettina drei Wochen lang bei einem privaten Hilfseinsatz in Indien geholfen.

Beim „Schwangauer Miteinand“ im Gasthaus „Schneiderhanser“ erzählte Häusler jetzt von der Situation vor Ort, seinen Erfahrungen und den täglichen Herausforderungen. „In Indien ist es üblich, dass Menschen beim Arzt drei Tage im Wartezimmer sitzen, bis sie dran kommen“, berichtete Jörg Häusler beim „Schwangauer Miteinand“. 

Mit Frau Bettina war er drei Wochen bei einem privaten Hilfseinsatz in Indien. Die Zahnärztin und der Berufsfeuerwehrmann behandelten dort Kinder, die sonst keine medizinische Versorgung erhalten. Mit einem interessanten Bildervortrag brachte er den Schwangauern die Erlebnisse während seiner abenteuerlichen Tour nahe. 

Neben Medikamenten und Zahnbürsten hatten die Helfer auch Spielzeug und Kinderschuhe im Gepäck. Katastrophale Verhältnisse „Die Armut ist unvorstellbar,“ war Häuslers bleibender Eindruck. Gleichzeitig seien die Menschen aber auch unglaublich gastfreundlich. „Fremde werden herzlich aufgenommen und das Wenige geteilt“, erzählte der Feuerwehrmann.

 Gewöhnungsbedürftig waren jedoch die Lebensverhältnisse der Menschen. Besonders die hygienischen Verhältnisse seien – auch im medizinischen Bereich – oft katastrophal. Umweltschutz sei unbekannt und es gebe ein wachsendes Müllproblem, so Häusler. Vorsicht war für die beiden Helfer auch wegen der vielen giftigen Tiere geboten.

 Die Not der Menschen war so groß, dass die Häuslers nur die schweren und lebensbedrohlichen Fälle behandeln konnten. Eine große Erleichterung war für die kleinen Patienten die Verwendung von Betäubungsmitteln. Davon waren die Kinder positiv überrascht, erzählte Häusler. Denn der Zahnarztbesuch sei für diese Kinder normalerweise sehr schmerzhaft.  

Am Ende seines Vortrags bedankte sich Häusler bei den Schwangauer Wirten und allen Mitbürgern für deren Unterstützung. Spenden sind weiterhin möglich. Zuvor hatten die Seniorenbeauftragte Margit Kiefer, Wirt Martin Helmer und Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke über 70 Besucher zum Mittagessen, Kaffee und Kuchen begrüßt.

kb

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