Eine Idee der Jugend

Es ist der Jugend zu verdanken, dass das 27. Bezirksmusikfest des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) in diesem Jahr in Weißensee gefeiert wird. Die habe nämlich nach dem Fest in Trauchgau vor vier Jahren beschlossen, so ein Fest wolle man auch in Weißensee veranstalten. Und dabei feiert nun nicht nur der gesamte Bezirk des ASM, sondern vor allem die Musikkapelle Weißensee. Und die machte gleich den Auftakt mit einem Festakt im Schützenhaus, zu dem zahlreiche Gratulanten gekommen waren.

„Diese Musik lebt und ist aktiv“, erinnerte gleich zu Beginn des Festabends der Bezirksleiter des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, Gottfried Groß. Und die Gründerväter wären wohl stolz, wenn sie sehen könnten, was in 135 Jahren aus ihrem Engagement in Weißensee geworden ist. Wie viele seiner Nachredner auch lobte Groß dabei nicht nur die aktiven Spieler, sondern insbesondere die Jugend heute wie damals für ihr Engagement. Ging doch der Festabend auf die Initiative eben jener Jugend zurück, die vor vier Jahren die Idee für das Fest und seit zwei Jahren die Arbeit in der Vorbereitung dafür hatten, wie der erste Vorstand der Musik, Christian Schneider, den Versammelten erzählte. Dass diese Jugend aber so engagiert sich einbringe, das sei der Jugendarbeit geschuldet, so Centa Theobald, die stellvertretende Präsidentin des ASM. Seit mehr als 100 Jahren werde dieses Engagement im Verein erbracht, sei richtungsweisend was den Erhalt und die Pflege des Brauchtums angehe und, so betonte Theobald: aktives Musizieren ist ein hochverzinsliches Gut, das sich aus dem Erfolg der Älteren und dem frischen Wind der Jugend speise. So galt es, an diesem Abend, der nur der Auftakt für das in dieser Woche startende Musikfest in Weißensee darstellt (Höhepunkt ist der Festumzug am kommenden Sonntag, 6. Juni) verdiente Mitglieder auszuzeichnen. Dabei erinnerte einer der Geehrten an seine Jugend, als man sich doch lieber mit der Freundin traf oder zum Beatbrunch in den Baumgarten nach Füssen zog als zur Blaskapelle ging. Doch, so Ludwig Köpf, heute musiziere einer seiner Enkel seinerseits wieder in einer Kapelle, der Kreis schließt sich also. Was die Jugend über viele Generationen hinweg, vor allem aber die aktuelle, auf die Beine gestellt hat, davon kann man sich ab dem heutgen Mittwoch, 2. Juni überzeugen, wenn die Wertungsspiele beginnen und beim großen Festumzug der Kapellen am Sonntag, 6. Juni ab 13.30 Uhr am Festplatz in Oberkirch.

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