Landratsamt spricht von 1000 bis 5000 Euro Strafe

Partymachern droht hohe Strafe

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Den Veranstaltern der Stadl-Party in Hopferau vom Ostersonntag droht eine hohe Geldstrafe.

Hopferau – Eine Geldstrafe in Höhe von 1000 bis 5000 Euro erwartet womöglich die sechs Veranstalter einer nicht genehmigten Stadl-Party. Die jungen Leute hatten nach Angaben der Polizei am Ostersonntag in einem Stadl bei Hopferau „ein gut geplantes und durchdachtes Event“ auf die Beine gestellt – jedoch ohne vorher eine Genehmigung dafür einzuholen.

Die Beamten der PI Füssen staunten nach eigenen Angaben nicht schlecht, als sie nach einem Hinweis im Zuge einer Verkehrskontrolle am Abend des Ostersonntag vor Ort eintrafen. Dort trafen sie laut Bericht auf etwa 150 Besucher. Außerdem war der Stadel mit qualitativen Disco-Lichtern und einer selbstgebauten Bar ausgestattet. Selbst an das Abstecken der Parkplätze hatten die Veranstalter im Alter von 19 bis 23 Jahren gedacht. 

Doch weil die Gruppe die Fete nicht beim Landratsamt in Marktoberdorf angemeldet haben soll, will das nun die Polizei nachträglich für sie erledigen – was möglicherweise unangenehme Folgen für die sechs Partymacher haben wird.  Denn nach Recht und Gesetz hätte die Party spätestens eine Woche vorher schriftlich bei der Gemeinde angemeldet werden müssen. 

„Wird die Veranstaltung ohne Anzeige oder Erlaubnis der Gemeinde durchgeführt, können Geldbußen bis zu 1000 Euro bzw. bei Alkoholausschank bis zu 5000 Euro verhängt werden“, erklärte Oberregierungsrat Ralf Kinkel von der Kommunalaufsicht am Landratsamt auf Nachfrage des Kreisbote. 

Sollten die Veranstalter mit der Feier sogar mehr als 5000 Euro eingenommen haben, könne dementsprechend auch die Strafe höher ausfallen. „Wird zudem noch Alkohol ausgeschenkt, ist eine vorübergehende Gaststättenerlaubnis bei der Gemeinde zu beantragen“, so Kinkel weiter. Diese müsse dann darüber entscheiden. 

Dieses Vorgehen solle sicher stellen, dass die jeweilige Veranstaltung bei der Kommune bekannt ist und unter Umständen Auflagen wie der Schutz der Besucher, der Nachbarschaft, der Allgemeinheit oder der Natur und Landschaft angeordnet werden können. 

Bislang habe die Polizei den Vorfall aber noch nicht ans Landratsamt gemeldet.

Matthias Matz

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